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Strafzinswelle erreicht neue Dimension

Immer mehr Geldhäuser verlangen Negativzinsen von Neukunden – mitunter schon ab dem ersten Euro. Viele Banken nehmen die Corona-Krise sogar zum Anlass, ihre Kunden erstmals stärker zu belasten, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox.

Die Corona-Pandemie hat den Trend zu negativen Zinsen nicht etwa abgebremst, sondern noch einmal deutlich beschleunigt, berichtet Oliver Maier, Geschäftsführer vom Vergleichsportal Verivox. Einer Auswertung zufolge verlangen derzeit 80 Banken und Sparkassen in Deutschland “Guthabengebühren” oder “Verwahrentgelte” von Privatkunden. Dabei sind die Gebührenextras im Grunde nichts anderes als geschickt kaschierte Strafzinsen.

Auffällig: Rund ein Viertel dieser Institute hat die Minuszinsen erst am 9. März eingeführt. Das Datum gilt unter Experten als Stichtag für den Beginn der Corona-Krise in der Bundesrepublik.

Lange betrafen die Negativzinsen nur Kunden mit einem Guthaben in Höhe von 100.000 Euro oder mehr. “Inzwischen sind aber immer häufiger auch Sparer mit kleinen und mittleren Anlagesummen betroffen”, berichtet Maier. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die die Experten des Vergleichsportals bereits im vergangenen Monat beobachtet hatten.

Mittlerweile liegt der Strafzins-Freibetrag bei mindestens 15 Geldhäusern deutlich unter 100.000 Euro. Drei Banken nehmen Negativzinsen sogar schon ab dem ersten Euro.

Nullzinsen sind kein Naturgesetz
Strafzinsen treffen in der Regel bislang nur Neukunden. “Will eine Bank auch von ihren Bestandskunden Negativzinsen erheben, muss sie dies mit den Betroffenen individuell vereinbaren”, erklärt Maier. Er rät Verbrauchern in diesem Fall dazu, die Bank zu wechseln. “Auch im aktuellen Marktumfeld sind Null- und Negativzinsen kein Naturgesetz”, betont er.

Nicht alle Banken informieren in ihren Preisaushängen über Negativzinsen. Viele treffen stattdessen individuelle Vereinbarungen mit ihren wohlhabenden Kunden. Tatsächlich dürften also noch deutlich mehr als 80 Institute Negativzinsen verlangen, schätzen die Verivox-Experten. (fp)

Quelle: fondsprofessionell.de

 

Wie gehen Sie mit Negativzinsen um?

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Schuldenexplosion in Italien – Führt die Corona-Krise zum Euro-Crash?

Die Schuldenkrise kehrt mit Macht nach Europa zurück. Ob Corona-Bonds oder ESM-Kredite: Italien braucht gegen den Crash der Wirtschaft ein EU-Rettungspaket. Sonst könnte der Euro das nächste Opfer der Pandemie werden.

“Wir fordern nicht die Vergemeinschaftung der öffentlichen Altschulden, sondern die Bereitstellung ausreichender Mittel für einen großen europäischen Rettungsplan”: In einer ganzseitigen Anzeige in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ) haben sich am Dienstag die Bürgermeister vieler besonders von der Corona-Epidemie gebeutelter Städte in Norditalien an ihre “lieben deutschen Freunde” gewandt. Der verzweifelte Appell für die gemeinsame Aufnahme von Schulden ist Ausdruck einer lange schwelenden Debatte: Welche gemeinsame Antwort findet Europa auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise?

Der Hilferuf ist nicht mehr zu überhören. Wie kaum ein zweites EU-Land leidet Italien unter der Corona-Epidemie, mehr als 10.000 Menschen sind bereits gestorben. Doch nicht nur medizinisch, auch wirtschaftlich herrscht Ausnahmezustand. Anders als in Deutschland sind alle nicht lebensnotwendigen Betriebe geschlossen, praktisch die gesamte Wirtschaft steht still. Der Industrieverband Confindustria rechnet für dieses Jahr mit einem Wirtschaftsrückgang von rund sechs Prozent. Auch in Deutschland prophezeien Ökonomen einen Einbruch zwischen drei und sechs Prozent. Ganz Europa steuert auf eine historische Rezession zu. Aber Italien hat so gut wie keinen Spielraum, um zu reagieren.

Um den Wirtschaftscrash zu bekämpfen, hat sich Italien wie Deutschland und viele andere Länder in gigantische neue Schulden für Konjunkturpakete, Finanzhilfen und Sozialleistungen gestürzt. Obwohl die EU-Kommission sich mit Rom zuvor jahrelang einen erbitterten Machtkampf über die ausufernden italienischen Staatsausgaben geliefert hatte, hat sie nun angesichts der Corona-Krise ihre Defizitregeln außer Kraft gesetzt. Alle Grenzen für die Kreditaufnahme sind gefallen. Italien und viele andere EU-Staaten steuern damit noch viel schneller auf den Staatsbankrott zu als je zuvor. Und die Schuldenkrise, um deren Lösung sich Europas Politiker seit Jahren drücken, ist mit Macht zurück.

Eine neue Lastenverteilung ist unvermeidlich

Schon vor dem Corona-Crash belief sich Italiens Schuldenberg auf gigantische 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. In der Krise dürfte er wie die Schuldenstände vieler Regierungen generell um weitere 10 bis 20 Prozentpunkte zulegen, schätzt der griechische Notenbankchef Giannis Stournaras. Es ist absehbar, dass Italien und andere hochverschuldete Euro-Länder ohne Hilfen der EU nicht aus der Schuldenfalle kommen werden, die die Corona-Krise nun fatal verschlimmert. Denn sollten die Zinsaufschläge für Rom, Athen oder Madrid an den Märkten unkontrolliert steigen, ohne dass der Rest der EU finanziell zu Hilfe eilt, droht ein weiteres Katastrophenszenario: Ihnen blieben dann nur Staatsbankrott und Euro-Austritt, das Ende der Gemeinschaftswährung wäre besiegelt. Eine Umverteilung der Krisenkosten zwischen den EU-Ländern ist daher äußerst wahrscheinlich, vielleicht sogar unvermeidlich. Die Frage ist nur, wie sie aussieht.

Stournaras drängt nun wie Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und andere EU-Länder auf die gemeinsame Schuldenaufnahme aller EU-Staaten für die Staatsausgaben in der Epidemie, sogenannte Corona-Bonds. Auch Portugals Notenbankchef Luis de Guindos ist dafür. “Europa muss vereint auf die Krise reagieren”, fordert die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calvino. Es müsse letztendlich ein System der Schuldenteilung geben. Ohne eine einheitliche Antwort sei “das europäische Projekt vom Aussterben bedroht”, findet auch der EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Und ohne Deutschland “können wir keinen Kompromiss finden”.

Doch Kanzlerin Angela Merkel lehnt die EU-Anleihen kategorisch ab. Die Euro-Retter im Norden sehen sie als Dammbruch, den Einstieg in die europaweite Haftungsunion. “Zu meinen, man könne solche Bonds nur vorübergehend einführen, ist blauäugig. Sind sie einmal da, bleiben sie”, sagt der Chef der deutschen Wirtschaftsweisen, Lars Feld. Eurobonds seien deshalb für ihn eine “rote Linie”, warnt auch Österreichs Finanzminister Gernot Blümel. Auch der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra und die finnische Regierung sind strikt dagegen.

Der Euro-Rettungsfonds soll es richten

Sie wollen etwaige Corona-Hilfspakete für Italien und andere Länder lieber über den Euro-Rettungsschirm ESM organisieren. Auch das würde eine gemeinsame Schuldenaufnahme bedeuten: Die Euroländer haften gestaffelt nach Größe gemeinsam für die Kredite des Rettungsschirms. Aber anders als bei Corona-Bonds wäre der Kreditrahmen einigermaßen begrenzt: Maximal 410 Milliarden Euro kann der Rettungsfonds noch vergeben. Und er dürfte das Geld nur unter strikten Sparauflagen verleihen, damit die Empfängerländer sich bemühen müssten, es zurückzuzahlen.

Zu strenge Bedingungen für die Ausgabenpolitik könnten für Länder wie Italien angesichts des historischen Zusammenbruchs der Wirtschaft aber unerfüllbar sein. Selbst Bundesbank-Chef Jens Weidmann, der als Anhänger strikter Haushaltsdisziplin gilt, plädiert daher in der “ZEIT” dafür, die Vorgaben “nicht so streng auszugestalten wie bei klassischen Hilfskrediten”. Finanzminister Olaf Scholz, der sich ebenfalls gegen Corona-Bonds ausgesprochen hat, kann sich zudem Kredite der Europäischen Aufbaubank EIB vorstellen: “Meine Zielsetzung ist, dass wir dort ein Programm möglich machen, das bis zu 50 Milliarden Euro Kreditvolumen umfasst.”

Die Frage ist, ob das reicht, um die Krise zu bewältigen. “Der ESM kann finanziell nicht genug leisten, den Löwenanteil muss die EZB stemmen”, kritisiert Sven Giegold, der Sprecher der Grünen im EU-Parlament. In der Tat sind die Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) wieder einmal das Einzige, was den Euro in der Corona-Krise noch zusammenhält. Ohne sie hätten die Märkte Italien und Griechenland wohl längst den Geldhahn zugedreht.

Die EZB ist bislang die einzige Rettung

Die Währungshüter wollen gegen den Corona-Crash nicht nur weitere Staatsanleihen für rund 750 Milliarden Euro kaufen. Sie haben inzwischen auch die letzte Hürde für die Staatsfinanzierung durch die Notenpresse beseitigt. Bislang hatten sie angekündigt, maximal ein Drittel aller ausstehenden Staatsanleihen eines Euro-Landes zu kaufen. Nun können sie soviel wie nötig kaufen, auch griechische Staatsanleihen. Das heißt: Notfalls könnten sie sogar einem Euro-Land wie Italien einen Großteil seiner gesamten Schulden abnehmen.

Ob es dazu kommt, hängt davon ab, ob Befürworter und Gegner von Corona-Bonds sich in der EU aufeinander zu bewegen. Der letzte Gipfel der Staats- und Regierungschefs endete ergebnislos mit einem Patt zwischen beiden Fraktionen. Eurogruppen-Chef Mario Centeno will nun am 7. April Vorschläge vorlegen, wie die Blockade durchbrochen werden kann. Die italienischen Bürgermeister, die in der “FAZ”-Anzeige an Deutschlands Solidarität in der Corona-Krise appellieren, haben jedenfalls eine düstere Vision: Wenn die EU “jetzt nicht beweist, dass sie existiert, wird sie aufhören zu bestehen.”

Quelle: ntv.de

 

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Lebensversicherung wirft künftig noch weniger ab

Die Bundesregierung und die Finanzaufsicht wollen die deutschen Lebensversicherer angesichts der niedrigen Zinsen offenbar noch stärker an die Kandare nehmen als gedacht. Es zeichne sich ab, dass der Garantiezins für Lebensversicherungen von 2021 an nicht nur, wie von der Branche vorgeschlagen, auf 0,5 (bisher 0,9) Prozent gesenkt, sondern um noch mindestens einen Zehntel-Prozentpunkt niedriger festgesetzt werden solle, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Garantiezins – offiziell Höchstrechnungszins genannt – ist die maximale Verzinsung, die die Lebensversicherer ihren Kunden über die gesamte Laufzeit fest zusagen dürfen.

Die Finanzaufsicht BaFin wollte sich zu den Informationen nicht äußern, das Bundesfinanzministerium war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Ein Sprecher des Branchenverbands GDV sagte: “Wir gehen davon aus, dass der Garantiezins sinken wird.” Auf die künftige Höhe wollte er sich aber nicht festlegen.

Warnung vor einem “Schlussverkauf”

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV), der Zusammenschluss der 5000 Versicherungsmathematiker, hatte im Dezember eine Senkung auf 0,5 Prozent vorgeschlagen. Traditionell orientiert sich das Ministerium an den Berechnungen der Aktuare. Doch schon bei der jüngsten Senkung auf 0,9 Prozent zum 1. Januar 2017 hatte es den Vorschlag der Aktuare (1,0 Prozent) unterboten. Die Entscheidung dürfte bald fallen. Die Branche dringt auf einen Vorlauf von etwa neun Monaten, um die Tarife neu berechnen zu können.

Die Versicherungsaufseher der BaFin warnen die Branche aber, die anstehende Senkung des Garantiezinses erneut zu einer Art “Schlussverkauf” für Policen mit dem bisherigen Satz zu nutzen. “Wir erwarten von den Unternehmen, dass sie genau überlegen, welchen Zins sie ansetzen können”, sagte ein Sprecher. “Die am Kapitalmarkt erzielbaren Renditen liegen aktuell deutlich unter dem Höchstrechnungszins. Es widerspräche gutem Risikomanagement, wenn man diesen unreflektiert zur Grundlage für Beiträge und Leistungen im Neugeschäft verwenden würde.”

Nur ein Drittel der Policen mit Garantiezins

Am Garantiezins selbst will die BaFin grundsätzlich nicht rütteln, wie der Sprecher betonte. “Letzten Endes ist das aber eine politische Entscheidung.” Dabei hat der Höchstrechnungszins zuletzt an Bedeutung verloren, weil immer mehr Lebensversicherer unter dem Druck der “Solvency II”-Regulierung und der niedrigen Zinsen im Neugeschäft nur noch Produkte ohne oder mit geringeren Garantien anbieten. Nach Schätzungen der Aktuare bietet nur noch ein Drittel der gut 80 Lebensversicherer in Deutschland Policen mit Garantiezins an. Beim Marktführer Allianz entfallen nur noch sieben Prozent der neu abgeschlossenen Volumens auf klassische Garantieprodukte. Branchenweit machen sie nach Daten des GDV aber immer noch fast ein Drittel des Neugeschäfts aus.

An den bestehenden Verträgen, für die die Lebensversicherer zum Teil noch Garantien über vier Prozent ausgesprochen hatten, ändert sich durch die geplante Neuregelung nichts.

Besondere Probleme schafft eine Senkung des Garantiezinses bei Riester-Rentenverträgen. Denn dabei müssen die Versicherer garantieren, dass ein Kunde am Ende der Laufzeit zumindest den eingezahlten Beitrag – einschließlich der staatlichen Zulagen – komplett herausbekommt, und gleichzeitig ihre Vertriebs- und Verwaltungskosten decken. Der Bund arbeitet deshalb an einer Reform der Riester-Rente.

Quelle: manager-magazin.de – msc/Reuters

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Die absurde Flucht in die Lebensversicherung

“Die Lebensversicherung zur Altersversorgung ist ein “LEGALER BETRUG”.  Diese Kapital-Lebensversicherung ist zu neunzig Prozent überhaupt keine Versicherung, sondern ein langfristiger Sparvertrag mit einer Rendite, die oft unter der Inflationsrate liegt und dann gleich Null ist…” Diese Aussage des Bund der Versicherten wurde bereits im Jahr 1982 gemacht und darf nach einem Urteil des Landgerichtes Hamburg aus dem Jahre 1983 so gemacht und veröffentlicht werden.

Wenn man sich jetzt den Bericht aus welt.de anschaut, drängt sich einem die Frage auf, warum die Menschen das tun?

Derartiges Handeln widerspricht absolut dem gesunden Menschenverstand. Wer vernichtet denn sein “Vermögen”, das er aus versteuertem Einkommen sich “vom Munde abgespart” hat?

Auch die neuesten Zahlen belegen, dass genau das viele Menschen tun. Es stellt sich so dar, als ob ich mich aus Angst vor dem Tode selbst umbringe – absolut absurd! Da ich mal hier nicht die grundsätzliche Intelligenz (“eigentlich” hat ja jedes Geschöpf zusätzlich auch noch einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb) in Frage stellen will, kann ich mir das Handeln nur durch mangelndes Finanzwissen, fehlende Aufklärung und/oder Unkenntnis von Alternativen erklären.

 

Artikel aus welt.de vom 29.01.2020

Die Lebensversicherung als Altersvorsorge – dieses Modell schien Vergangenheit. Doch die Versicherungen verzeichnen einen überraschenden Boom. Dabei sagen Verbraucherschützer: „Es gibt so gut wie keine Chance, mit einer Lebensversicherung sinnvolle Altersvorsorge zu betreiben“.

Seit Jahren raten Verbraucherschützer dringend davon ab, Lebensversicherungen für die Altersvorsorge abzuschließen. Die Bundesbürger aber tun das Gegenteil. Im vergangenen Jahr zahlten sie 120,5 Milliarden Euro in die umstrittenen Produkte ein. Das ist auch nach Einschätzung der Versicherer ein „überraschend hohes Wachstum“ um 11,3 Prozent.

Wolfgang Weiler, Präsident des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft, erklärt den Anstieg unter anderem mit der Angst der Kunden vor den Negativzinsen. „Die Diskussion um Negativzinsen hat die Menschen sensibilisiert“, sagte er bei der Vorstellung der Branchenzahlen in Berlin.

„Das Thema ist abschreckend.“ Und offensichtlich ist es ein Verkaufsargument für Versicherungsvertreter. „Die Bürger suchen Anlagen, die eine positive Verzinsung bieten und sie suchen Sicherheit“, sagte Andreas Wimmer, Chef des Marktführers Allianz Leben, der auch im GDV-Präsidium sitzt. „Ich würde das als Vertrauensbeweis sehen.“

Besonders extrem ist das Wachstum der einmaligen Einzahlungen, sie wuchsen um 36 Prozent auf fast 37 Milliarden Euro. Zwar sind in diesem Wert unter anderem Betriebsrenten enthalten, in die nur einmal pro Jahr einbezahlt wird. Trotzdem verdeutlicht die Zahl den Anlagenotstand, in dem viele Deutsche stecken. Für das laufende Jahr gehen die Versicherer insgesamt von einem Wachstum um ein Prozent aus.

Aus Sicht von Verbraucherschützern setzen die Kunden ihr Vertrauen in das falsche Produkt. „Wenn es einen Zeitpunkt gab, von Verträgen abzuraten, dann jetzt“, sagt Axel Kleinlein, Vorsitzender des Bundes der Versicherten, im Gespräch mit WELT. „Die Kapitallebensversicherung hat sich als Altersvorsorge noch nie rentiert.“ Kleinlein wirft den Versicherern „gezielt intransparente“ Kostenangaben vor, „um ihre überteuerten Produkte möglichst günstig erscheinen zu lassen“.

Er bezieht sich dabei auch auf die neuen Formen der Kapitallebensversicherung, die von der Branche offenbar massiv in den Markt gedrückt wird. Diese neuen Modelle versprechen geringere Garantien als die klassischen Versicherungen, verknüpft mit der Hoffnung auf eine höhere Verzinsung. 60 Prozent aller neuen Verträge schlossen die Versicherer im vergangenen Jahr nach solchen Modellen ab, zwei Jahre zuvor waren es noch 50 Prozent.

Garantiezins von weniger als einem Prozent

Doch selbst von diesen Versicherungen können sich die Kunden nicht allzu viel Rendite erwarten. Der Garantiezins liegt nur noch bei 0,9 Prozent und soll im kommenden Jahr auf 0,5 Prozent sinken, so hat es die Bundesvereinigung der Versicherungsmathematiker vorgeschlagen.

Im Durchschnitt werfen die Verträge nach Berechnungen von Policen Direkt nur noch eine Überschussbeteiligung von 2,23 Prozent ab. Der GDV nennt eine laufende Verzinsung von rund 2,3 Prozent. Fakt ist, dass die Überschussbeteiligungen der Versicherer abermals gesunken sind. Bei der Allianz sinkt die Verzinsung in diesem Jahr von 2,8 auf 2,5 Prozent. Nur einer der größeren Versicherer liegt deutlich über diesem Wert: die Axa mit 2,9 Prozent.

Angeführt wird die Rendite-Liste von der kleinen Ideal-Versicherung aus Berlin (3,3 Prozent) und der Entis Lebensversicherung 3,0 Prozent), die beide Marktanteile von weit unter einem Prozentpunkt haben. Die Rangliste stammt von Policen Direkt, einem Händler „gebrauchter“ Lebensversicherungen, der laufende Verträge aufkauft und sie an private und institutionelle Kunden weiterverkauft.

Am unteren Ende der 66 Versicherer liegen die Verträge der früheren Kunden von Generali Leben, die inzwischen unter dem Namen Proxalto laufen. Sie werfen im dritten Jahr in Folge nur 1,25 Prozent ab.

Der Versicherungskritiker Kleinlein weist darauf hin, dass die Überschusszinsen nur auf den Sparanteil angerechnet werden. „Nach Abzug der Kosten bleibt daher kaum etwas übrig, vor allem dann, wenn der Vertrag in eine Rente übergeht.“

Zum aktuellen Zinsniveau drohen manche Verträge sogar ins Minus zu kippen, wenn man alle Kosten berücksichtigt. „Es gibt so gut wie keine Chance, mit einer Lebensversicherung sinnvolle Altersvorsorge zu betreiben“, sagt Kleinlein. „Die Idee der kapitalgedeckten Altersvorsorge wird dadurch in Misskredit gezogen.“

Versicherungen haben oft zu hohe Kosten

Die Versicherer ficht das nicht an. Sie fordern eine Reform der Altersvorsorge, natürlich ohne allzu große Änderungen für die eigenen Produkte. Die anstehende Neuregelung der Riesterrente solle dazu führen „noch mehr Menschen einfacher zu erreichen“, forderte Wimmer. Sein Vorstandskollege Weiler kritisierte, das Riester-Produkt sei „überfrachtet mit extrem komplexen Regelungen, die die Kosten in die Höhe treiben“.

Auch in anderen Produkten der Versicherer stecken hohe Kosten, nicht nur für die Verwaltung, sondern vor allem für die Provisionen, die Vertreter erhalten. Verbraucherschützer kritisieren, dass diese Kosten in vielen Verträgen nicht transparent genug sind – und einen Großteil der möglichen Rendite auffressen.

Exzesse bei den Provisionen wollte die große Koalition eigentlich mit einer gesetzlichen Grenze kappen. Doch der Entwurf aus dem SPD-geführten Bundesfinanzministerium hat es seit April vergangenen Jahres nicht ins Kabinett geschafft. Union und SPD streiten um die angemessene Form des sogenannten Provisionsdeckels.

Laut Entwurf sollen die Abschlussprovisionen für Vermittler auf 2,5 Prozent begrenzt werden, beziehungsweise auf vier Prozent bei Einhaltung besonderer Qualitätsmerkmale. Kritiker monieren daran, dass die Provisionen sich schon heute in diesem Rahmen bewegen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert sogar ein komplettes Verbot von Provisionen für Lebensversicherungen.

Das würde die Verträge möglicherweise lukrativer machen. Denn spätestens im Vergleich zu Fonds- oder ETF-Sparplänen sieht die Lebensversicherung schlecht aus. Eine aktuelle Auswertung des Fondsverbandes BVI zeigt: Mit Sparplänen in klassischen Aktien-Investmentfonds ließen sich in den vergangenen zehn Jahren bis zu 7,6 Prozent Rendite pro Jahr erzielen.

Und auch Rentenfonds, die ähnlich konservativ anlegen wie Lebensversicherer, brachten über zehn Jahre bis zu 4,1 Prozent Rendite. Freilich sind solche Anlagen nicht mit einer garantierten Verzinsung verbunden, wie die klassische Lebensversicherung.

Dafür aber ergibt sich der Rendite-Wert nach Abzug aller Kosten. Ein Wert in der Nähe der aktuellen Garantieverzinsung findet sich in der BVI-Tabelle, die Fondssparpläne für die vergangenen 35 Jahre auswertet, nirgendwo.

Quelle: welt.de

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Polizei warnt: Warum Sie die Jahreszahl 2020 auf Dokumenten immer ausschreiben sollten

Beim Ausfüllen von Dokumenten sollte 2020 Vorsicht geboten werden: Wer die Jahreszahl lediglich zu einer “20” abkürzt läuft Gefahr, Betrugsdelikten zum Opfer zu fallen.

Das neue Jahr 2020 erleichtert es Betrügern, Dokumente zu fälschen. Um sich abzusichern lautet der einfachste Weg: Schreiben Sie die Jahreszahl “2020” bei Datumsangaben vollständig aus – denn die abgekürzte Form lässt sich leicht verfälschen.

Kurzform von “2020” kann zu vergangenen und zukünftigen Jahren geändert werden

Waren es in den letzten Jahren noch “18” oder “19”, so wäre die verkürzte Schreibform dieses Jahr demzufolge “20”. Betrachtet man nun ein vollständiges Datum, so lässt sich aus der Jahreszahl “20” mit zwei zusätzlichen Ziffern jede mögliche Kombination aus den Jahren 2000 bis heute und weit darüber hinaus erstellen. Das Datum “08.01.20” kann also zum Beispiel zu “08.01.2019” , zu “08.01.2021” oder sogar “08.01.2099” verändert werden.

Verbraucherschutz warnt vor Betrug

Wie die Geschäftsführerin der Nationalen Vereinigung der Verbraucheranwälte aus den USA, Ira Rheingold, gegenüber USA Today mitteilte, ist eine solche Bedrohung durch Datenmanipulation ernst zu nehmen. Demzufolge sind vor allem Finanzgeschäfte ein potenzielles Angriffsziel. Ist man laut einem Vertrag erst seit Mitte Januar 2020 zu Zahlungen verpflichtet, könnte die abgekürzte “20” von Betrügern leicht in das vorherige Jahr oder Daten in der Zukunft abgewandelt werden. So könnte versucht werden, zusätzliche Einnahmen zu generieren, erklärt Rheingold.

Polizei macht mit Facebook-Post auf Problem aufmerksam

Dieselben Befürchtungen teilt die Polizei aus dem Bundesstaat Maine in den Vereinigten Staaten. In einem Facebook-Post machte Sie die Bürger auf das Problem aufmerksam:

zum FB-Post der East Millinocket Police Department

Wer also auf Nummer sicher gehen und unnötigen Stress vermeiden möchte, sollte in Zukunft darauf achten, bei wichtigen und offiziellen Dokumenten die Jahreszahl auszuschreiben.

Deutsche Sparer verweigern sich der Realität, zeigt Umfrage

Der Großteil der Anleger hält trotz Minizinsen eisern am Sparbuch fest, statt in rentierlichere Anlagen umzuschichten. Eine Umfrage von Union Investment zeigt nun: Viele Sparer rechnen damit, dass die Zinsen bald wieder steigen. Realistisch ist das nicht.

Mehr als die Hälfte der deutschen Sparer ist unzufrieden mit der Verzinsung ihrer Geldanlage, zeigt eine aktuelle Umfrage von Union Investment. Das heißt allerdings nicht, dass Anleger etwas daran ändern würden. So halten drei Viertel der Befragten trotzdem am Sparbuch fest und legen Monat für Monat mehr als hundert Euro zur Seite – in dem Wissen, dass das Geld keine Zinsen abwirft. “Den Anlegern scheint offensichtlich nicht bewusst zu sein, dass herkömmliche Sparformen nicht mehr nur nichts bringen, sondern unter Berücksichtigung der Inflation Geld kosten”, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Hinter dem hartnäckigen Sparwillen steckt offenbar nicht nur die Weigerung, inflationsbedingte Verluste anzuerkennen, sondern auch eine reichlich unrealistische Vorstellung der weiteren Zinsentwicklung: 55 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Zinsen in den kommenden fünf Jahren wieder steigen, und wollen das vermeintlich vorübergehende Zinstief schlicht aussitzen. Ein weiteres Viertel geht davon aus, dass das Zinsniveau bis auf Weiteres konstant bleibt. Die Hoffnung, dass die Zinsen bald wieder klettern, ist jedoch vergebens, sagt Gay: “Das Nullzinsumfeld wird uns auf unbestimmte Zeit erhalten bleiben.”

Zwei Drittel der Sparer finden Aktien attraktiv

Immerhin: Mehr als die Hälfte der befragten Sparer weiß nach eigenen Angaben, dass es trotz Minizinsen Geldanlagen gibt, die attraktive Erträge bringen. 41 Prozent nehmen für sich in Anspruch, gut darüber informiert zu sein, welche Investments sich lohnen. Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer halten es für vielversprechend, Geld in Aktien oder Aktienfonds zu investieren. Das Sparbuch finden gerade einmal neun Prozent der Befragten attraktiv. Theoretisch sind also die Grundlagen für höher rentierliche Investments also durchaus gegeben. Nur bei der Umsetzung hakt es. (fp)

Quelle: fondsprofessionell.de

 

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Commerzbank führt Strafzinsen für Privatkunden ein!

Zins-Hammer für viele Commerzbank-Kunden!

Das Geldhaus verlangt von immer mehr Kunden Strafzinsen. „Wir haben zahlreiche Privatkunden angesprochen“, sagte Finanzchef Stephan Engels. Man beginne jetzt, Maßnahmen umzusetzen. „Das Potenzial ist sehr groß.“

 Einfache Sparer würden weiter verschont.

Bei Firmenkunden erhebt die Commerzbank ab einer bestimmten Einlagenhöhe bereits seit langem Strafzinsen und passt diese nun an die gesunkenen Zinsen an. „Wir überprüfen auch die Freibeträge“, sagte Engels.

Zudem wolle die Commerzbank mit Preiserhöhungen und einer Anpassung des Produktangebots einem zu hohen Zufluss von Einlagen entgegenwirken.

Seit 2014 müssen Geldinstitute Strafzinsen zahlen, wenn sie Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Diesen sogenannten Einlagesatz hatte die EZB zuletzt auf minus 0,5 Prozent gesenkt, zugleich aber einen Teil der Einlagen von dem Strafzins ausgenommen.

Doch die Entlastung durch diesen Staffelzins sei geringer als die Belastung durch die niedrigeren Zinsen, sagte Engels.

Da kein Ende der lockeren Geldpolitik der EZB absehbar ist, sind die Marktzinsen in den vergangenen Monaten weiter unter Druck geraten.

Quelle: bild.de

 

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Strafzinsen für Privatkonto unter 100.000 Euro

Geld auf dem Konto liegen zu lassen, kostet – das gilt inzwischen für Privatkunden verschiedener Geldinstitute. Nun verlangt die erste Bank bereits ab 75.000 Euro ein Verwahrungsentgelt. Negativzinsen können aber nicht einfach so eingeführt werden, sagen Verbraucherschützer.

Einzelne Banken berechnen ihren Kunden bereits seit Monaten Negativzinsen auf Geldeinlagen. Bei Privatkunden waren Guthaben bis 100.000 Euro bislang davon nicht betroffen. Nach Auswertungen des Vergleichsportals Verivox erhebt nun aber ein Institut Negativzinsen auch auf geringere Tagesgeldeinlagen.

Die Volksbank Magdeburg gewährt nach eigenen Angaben Tagesgeldsparern einen Freibetrag von 75.000 Euro, Guthaben auf Kontokorrentkonten wie Girokonten mit Dispositionskredit sind bis 25.000 Euro befreit. Insgesamt haben Kunden einen Freibetrag von bis zu 100.000 Euro.

Laut Preisaushang vom 4. November 2019 werden auf höhere Einlagen 0,5 Prozent Verwahrungsentgelt fällig, wenn der zugrundeliegende Vertrag die Möglichkeit der Berechnung negativer Zinsen ausdrücklich vorsieht.

Verbraucherschützer: Vereinbarung nötig

Der Vorstand des Geldinstituts erklärt die Entscheidung mit den Einlagenzinsen der Europäischen Zentralbank. Kreditinstitute im Euroraum müssen aktuell 0,5 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Die Volksbank hat angekündigt, alle betroffenen Kunden anzuschreiben und zu einem Beratungsgespräch einzuladen. Ziel seien individuelle Vereinbarungen.

Individuelle Vereinbarungen sind nach Angaben der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg auch die Voraussetzung dafür, dass Institute solche Verwahrentgelte einführen können. Ein Preisaushang reiche nicht aus.

Landgericht: Keine doppelte Bepreisung

Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale, sieht zudem Anhaltspunkte, dass die Preisklauseln einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten könnten. Das Landgericht Tübingen habe für unzulässig erklärt, dass neben einer Kontoführungsgebühr auf Grundlage eines Preisaushangs auch Negativzinsen erhoben werden (Az.: 4 O 225/17). Denn auf diese Art werde eine Leistung doppelt bepreist.

Mit Negativzinsen auf geringere Privatkunden-Einlagen bei weiteren Banken ist mit Nauhauser deshalb vermutlich erstmal nicht zu rechnen. Neben den rechtlichen Bedenken bestehe das Risiko, dass Kunden dem Anbieter den Rücken kehren. Betroffenen rät der Experte, den Wechsel zu einer Bank mit günstigeren Konditionen zu prüfen – etwa ohne Kontoführungsentgelt und einem vielleicht breiteren Automatennetz.

Die Rendite bei Tagesgeld ist selten üppig: Sparer bekommen für Geld auf einem solchen Konto nach Angaben der unabhängigen Finanzberatung FMH derzeit im Schnitt 0,05 Prozent Zinsen (Stand: 5. November 2019).

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

 

Anlageprofi: Psychologie kostet Prozente

Investoren stehen sich oft selbst im Weg. Wallrich-AM-Chef Stefan Wallrich erklärt, wie psychologische Verhaltensmuster die Geldanlage beeinflussen und wie Investoren Fallen vermeiden.

Die menschliche Psyche sorgt immer wieder für Fehlentscheidungen an der Börse, sagt Stefan Wallrich, Vorstand des Frankfurter Vermögensverwalters Wallrich Asset Management. Dass Aktienkurse so stark nach oben und unten über das Normalmaß hinausschießen können, zeige schon: den rationalen “homo oeconomicus” gibt es nicht. “Stattdessen ist das Anlageverhalten der Investoren immer auch durch individuelle Motive, Einstellungen und Bewertungen sowie vielfältige psychische und physische Reaktionen gekennzeichnet.”

Bestimmte gefühlsgesteuerte Verhaltensmuster beobachten Wissenschaftler bei Sparern und Vorsorgern immer wieder. Steigen die Kurse ihrer Anlagen, dann fühlen sich Anleger bestätigt und feiern Gewinne als selbstverursachten Erfolg. Bei Kursverlusten suchen sie die Schuld dagegen eher bei anderen, oder noch schlimmer: Sie blenden Negativinformationen ab einem gewissen Zeitpunkt geflissentlich aus, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Außerdem neigen Anleger zu Herdenverhalten. Nach einer längeren Negativphase trennen sie sich oft panisch von Aktien, in einer Übertreibungsphase steigen dagegen viele viel zu spät wieder ein.

Antizyklisches Anlegen
Wallrich rät Anlegern, ihr Verhalten bewusst umzukehren und Kursschwankungen als Chance zu verstehen und für eine antizyklische Anlagestrategie zu nutzen. Hat sich der Aktienanteil im Depot durch Kursverluste verringert, empfiehlt der Experte, in zusätzliche Dividendenpapiere zu investieren. Analog rät er bei steigenden Kursen, die Aktiengewichtung im Depot automatisch zu reduzieren. “Regelbasiert umgesetzt führt das konsequente Rebalancing zwangsläufig zu antizyklischem Verhalten an der Börse.” (fp) 

Quelle: fondsprofessionell.de

 

Wie ticken Sie bei der Geldanlage?

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