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Deutsche Sparer verweigern sich der Realität, zeigt Umfrage

Der Großteil der Anleger hält trotz Minizinsen eisern am Sparbuch fest, statt in rentierlichere Anlagen umzuschichten. Eine Umfrage von Union Investment zeigt nun: Viele Sparer rechnen damit, dass die Zinsen bald wieder steigen. Realistisch ist das nicht.

Mehr als die Hälfte der deutschen Sparer ist unzufrieden mit der Verzinsung ihrer Geldanlage, zeigt eine aktuelle Umfrage von Union Investment. Das heißt allerdings nicht, dass Anleger etwas daran ändern würden. So halten drei Viertel der Befragten trotzdem am Sparbuch fest und legen Monat für Monat mehr als hundert Euro zur Seite – in dem Wissen, dass das Geld keine Zinsen abwirft. “Den Anlegern scheint offensichtlich nicht bewusst zu sein, dass herkömmliche Sparformen nicht mehr nur nichts bringen, sondern unter Berücksichtigung der Inflation Geld kosten”, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Hinter dem hartnäckigen Sparwillen steckt offenbar nicht nur die Weigerung, inflationsbedingte Verluste anzuerkennen, sondern auch eine reichlich unrealistische Vorstellung der weiteren Zinsentwicklung: 55 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Zinsen in den kommenden fünf Jahren wieder steigen, und wollen das vermeintlich vorübergehende Zinstief schlicht aussitzen. Ein weiteres Viertel geht davon aus, dass das Zinsniveau bis auf Weiteres konstant bleibt. Die Hoffnung, dass die Zinsen bald wieder klettern, ist jedoch vergebens, sagt Gay: “Das Nullzinsumfeld wird uns auf unbestimmte Zeit erhalten bleiben.”

Zwei Drittel der Sparer finden Aktien attraktiv

Immerhin: Mehr als die Hälfte der befragten Sparer weiß nach eigenen Angaben, dass es trotz Minizinsen Geldanlagen gibt, die attraktive Erträge bringen. 41 Prozent nehmen für sich in Anspruch, gut darüber informiert zu sein, welche Investments sich lohnen. Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer halten es für vielversprechend, Geld in Aktien oder Aktienfonds zu investieren. Das Sparbuch finden gerade einmal neun Prozent der Befragten attraktiv. Theoretisch sind also die Grundlagen für höher rentierliche Investments also durchaus gegeben. Nur bei der Umsetzung hakt es. (fp)

Quelle: fondsprofessionell.de

 

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„Es wird schwer, den Garantiezins zu halten“: R+V-Chef schließt Senkung nicht mehr aus

Das Thema Garantiezins ist in aller Munde. Der Vorstandschef der R+V-Versicherung kritisiert die geldpolitischen Pläne der Notenbanken. Die hätten gravierende Folgen für die Rendite von Lebensversicherungen.

Frankfurt Der nach Beitragseinnahmen zweitgrößte Lebensversicherer Deutschlands, die genossenschaftliche R+V Versicherung, schließt angesichts der lockeren Geldpolitik erstmals eine Senkung des Garantiezinses nicht mehr aus: „Es ist sicher richtig, dass es zunehmend schwierig wird, die Garantie von 0,9 Prozent noch zu halten“, sagt R+V-Vorstandschef Norbert Rollinger im Interview mit dem Handelsblatt.

Die Deutsche Aktuarvereinigung redet in den kommenden Monaten über eine mögliche weitere Senkung des Garantiezinses. Neukunden klassischer Lebensversicherungen droht damit ein weiterer Rückgang der garantierten Verzinsung.

Der Garantiezins bestimmt, welche Rendite Lebensversicherer ihren Kunden mindestens versprechen müssen

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen wird es für die Unternehmen jedoch immer schwieriger, auskömmliche Renditen zu erwirtschaften. Die Folge: der Garantiezins wurde in der Vergangenheit schon mehrfach gesenkt.

Allerdings stellt der Garantiezins nur einen Teil der Rendite von klassischen Kapitallebensversicherungen dar. Hinzu kommt die Überschussbeteiligung. Halten Versicherte ihren Vertrag bis zum Ende der Laufzeit, gibt es unter Umständen weitere Bonuszahlungen: einen Schlussüberschuss sowie eine Beteiligung an den Bewertungsreserven. Beide sind aber keineswegs garantiert.

Lange Zeit galt der Garantiezins in der Lebensversicherung als verkaufsträchtiges Argument. Denn bis zum Jahr 2000 betrug dieser bis zu vier Prozent. Das ermöglichte Versicherten eine gut verzinste Altersvorsorge.

Doch aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde der Höchstrechnungszins sukzessive gesenkt, zuletzt 2017 auf das Niveau von lediglich 0,9 Prozent. Das Bundesfinanzministerium überprüft den Garantiezins jährlich. Für bestehende Verträge ändert sich bei einer Senkung jedoch nichts.

Die Versicherer reagieren mit dem Vorstoß auf die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB). In den vergangenen Wochen hatte auch unter den Banken die Debatte darüber Fahrt aufgenommen, dass unter den Lasten der EZB-Niedrigzinspolitik womöglich auch Kleinsparer zurückstecken müssen.

Die EZB wird nach Einschätzung von Experten an diesem Donnerstag ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Lockerung der Geldpolitik beschließen.

Experten erwarten ein ganzes Bündel an Schritten zur Stützung der Konjunktur, darunter einen höheren Strafzins für Einlagen der Banken bei der Notenbank. Das heißt: Banken, die überschüssige Liquidität bei der EZB halten, zahlen künftig einen noch höheren Minuszins.

Für EZB-Chef Mario Draghi ist es bereits das vorletzte Zinstreffen. Ende Oktober läuft seine Zeit am Steuer der Euro-Notenbank nach acht Jahren ab.

Das komplette Interview lesen Sie hier:

Quelle: handelsblatt.com

 

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