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Strafzinswelle erreicht neue Dimension

Immer mehr Geldhäuser verlangen Negativzinsen von Neukunden – mitunter schon ab dem ersten Euro. Viele Banken nehmen die Corona-Krise sogar zum Anlass, ihre Kunden erstmals stärker zu belasten, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox.

Die Corona-Pandemie hat den Trend zu negativen Zinsen nicht etwa abgebremst, sondern noch einmal deutlich beschleunigt, berichtet Oliver Maier, Geschäftsführer vom Vergleichsportal Verivox. Einer Auswertung zufolge verlangen derzeit 80 Banken und Sparkassen in Deutschland “Guthabengebühren” oder “Verwahrentgelte” von Privatkunden. Dabei sind die Gebührenextras im Grunde nichts anderes als geschickt kaschierte Strafzinsen.

Auffällig: Rund ein Viertel dieser Institute hat die Minuszinsen erst am 9. März eingeführt. Das Datum gilt unter Experten als Stichtag für den Beginn der Corona-Krise in der Bundesrepublik.

Lange betrafen die Negativzinsen nur Kunden mit einem Guthaben in Höhe von 100.000 Euro oder mehr. “Inzwischen sind aber immer häufiger auch Sparer mit kleinen und mittleren Anlagesummen betroffen”, berichtet Maier. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die die Experten des Vergleichsportals bereits im vergangenen Monat beobachtet hatten.

Mittlerweile liegt der Strafzins-Freibetrag bei mindestens 15 Geldhäusern deutlich unter 100.000 Euro. Drei Banken nehmen Negativzinsen sogar schon ab dem ersten Euro.

Nullzinsen sind kein Naturgesetz
Strafzinsen treffen in der Regel bislang nur Neukunden. “Will eine Bank auch von ihren Bestandskunden Negativzinsen erheben, muss sie dies mit den Betroffenen individuell vereinbaren”, erklärt Maier. Er rät Verbrauchern in diesem Fall dazu, die Bank zu wechseln. “Auch im aktuellen Marktumfeld sind Null- und Negativzinsen kein Naturgesetz”, betont er.

Nicht alle Banken informieren in ihren Preisaushängen über Negativzinsen. Viele treffen stattdessen individuelle Vereinbarungen mit ihren wohlhabenden Kunden. Tatsächlich dürften also noch deutlich mehr als 80 Institute Negativzinsen verlangen, schätzen die Verivox-Experten. (fp)

Quelle: fondsprofessionell.de

 

Wie gehen Sie mit Negativzinsen um?

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Das Zinsgrauen wird noch 20 Jahre währen

Nullzinsen herrschen praktisch schon fünf Jahre lang, und diese Phase könnte noch Jahrzehnte andauern. Sparern droht ein dramatischer Wertverlust – und manche meinen, dass sie dazu selbst beigetragen haben. Doch es gibt noch einen Ausweg.

Realismus erfasst allmählich die deutschen Sparer. Bei einer repräsentativen Umfrage von Union Investment erwarteten zu Beginn des Jahres noch 25 Prozent steigende Zinsen. Inzwischen ist dieser Wert auf neun Prozent gefallen. Dagegen rechnet nun jeder Fünfte sogar mit weiter fallenden Zinsen, das sind mehr als doppelt so viele wie zuletzt.

Und das ist nur eine kurz- bis mittelfristige Betrachtung. Das wahre Ausmaß des Zinsdebakels ist noch weitaus größer. Inzwischen gehen immer mehr Experten von vielen Jahren, sogar Jahrzehnten ohne Zinsen aus.

Über die Frage, wer daran schuld ist, wird viel gestritten. Die Notenbanken? Die Politik? Vielleicht die Bürger selbst? Sicher ist jedoch: Bezahlen müssen das jene, die ihr Geld nach wie vor auf Tagesgeldkonten belassen.

Seit dreieinhalb Jahren liegt der Leitzins in der Euro-Zone nunmehr bei null, davor stand er anderthalb Jahre bei 0,05 Prozent – praktisch herrschen also bereits ein halbes Jahrzehnt lang Nullzinsen.

Für Banken gilt inzwischen sogar ein Einlagenzinssatz von minus 0,5 Prozent, den sie berappen müssen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken wollen. Und immer mehr Institute denken derzeit darüber nach, diesen Minuszins an die Sparer weiterzugeben.

Fast noch schlimmer ist, dass sich daran auch auf viele Jahre hinaus nichts ändern wird. Joachim Fels, ökonomischer Berater bei Pimco, dem größten Anleihemanager der Welt, hält es für ziemlich sicher, „dass negative Zinsen und Anleihekäufe noch lange bestehen bleiben“.

Der Vermögensverwalter Bert Flossbach sagt noch kategorischer: „Eine Zinswende zu deutlich höheren Zinsen wird es nicht geben.“ Und Mark Burgess, stellvertretender Chefanlagestratege bei der Investmentgesellschaft Columbia Threadneedle, sieht sogar Jahrzehnte niedriger Zinsen vor uns.

„Wir gehen davon aus, dass der Euro-Zone eine lange Niedriginflationsphase bevorsteht, die von geringen Wachstumsraten begleitet wird, was einen nennenswerten Anstieg der Zinsen in den nächsten zehn bis 20 Jahren verhindert“, sagt Burgess.

Schuld ist auch die hohe Sparneigung

Daran sind natürlich die Zentralbanken schuld, welche die Zinsen auf dieses Niveau gedrückt haben. Dennoch hält man sie beispielsweise bei Pimco eher für die Opfer als die Täter. Sie reagierten nur auf zwei langfristige Triebkräfte: die demografische Entwicklung und die Technologie.

Die zunehmende Lebenserwartung erhöhe die Sparneigung, gleichzeitig brauchten moderne Technologiekonzerne nicht mehr so viel Kapital wie Industriebetriebe in früheren Zeiten – das Verhältnis von Ersparnissen zu Krediten sei also gekippt, diese „Ersparnisflut“ führe dazu, dass den Regeln von Angebot und Nachfrage folgend die Zinsen immer tiefer sinken.

In gewissem Sinne wären die Bürger also selbst schuld an den niedrigen Zinsen, weil sie zu viel sparen und zu wenig Kredite aufnehmen.

Dieser Gedanke, den auch schon der ehemalige Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, äußerte, stößt jedoch vor allem bei deutschen Ökonomen auf Kritik. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, erkennt zwar beispielsweise an, dass der natürliche Zins, der auf Angebot und Nachfrage basiert, gefallen sein mag. „Der Rückgang des Realzinses ist aber mit verursacht durch Zentralbanken wie die EZB, die darauf mit einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik reagiert.“

Das Entscheidende ist letztlich aber auch nicht, wer schuld ist. Denn selbst Krämer stellt ganz realistisch fest: „Der EZB-Zins dürfte viele Jahre nicht steigen.“ Für Sparer kann das möglicherweise noch zwei Jahrzehnte währende Zinsgrauen einen dramatischen Wertverlust bedeuten.

Reinhard Panse, Chefanlagestratege beim Vermögensverwalter HQ Trust, rechnet beispielsweise für Anlagen in deutsche Staatsanleihen über die nächsten zehn Jahre mit einem jährlichen Verlust von 2,2 Prozent, nach Abzug von Inflation und Steuern. „Das ist noch der Best Case, da die Probleme der Euro-Zone nach wie vor nicht geklärt sind.“ Solche Anleihen sind vor allem in Lebensversicherungen enthalten.

Quelle: Infografik WELT

Aber auch Sparer, die ihr Geld einfach unverzinst auf dem Konto lassen oder das Geld unter dem Kopfkissen aufbewahren, verlieren durch die Inflation Jahr für Jahr Geld. Im September betrug die Preissteigerungsrate 1,2 Prozent.

Bliebe es dabei und hielte die Nullzinsphase wie befürchtet 20 Jahre an, verlöre Bargeld in dieser Zeit mehr als 21 Prozent an Wert. Stiege die Inflation auf zwei Prozent, verlöre Cash sogar ein Drittel seines Wertes.

Deutschland hätte Spielraum für höhere Ausgaben

Gibt es einen Ausweg aus dieser Lage? Eine Möglichkeit wäre natürlich, dass die Europäische Zentralbank ihre Politik ändert. Immerhin gibt es zunehmend Stimmen, die fürchten, dass die anhaltende Nullzinspolitik nicht mehr wirkt.

Der Ökonom Markus Brunnermeier hat in einer viel beachteten Untersuchung gezeigt, dass sich die Wirkungen dieser Politik sogar irgendwann umkehren, wenn sie zu lange andauert. Für einen Politikschwenk gibt es bei der EZB allerdings keinerlei Anzeichen. Im Gegenteil: Es scheint klar, dass die Nachfolgerin des scheidenden EZB-Chefs Mario Draghi, Christine Lagarde, dessen Politik konsequent fortsetzen wird.

Quelle: Infografik WELT

 

Draghi wiederum hat bei seiner letzten Pressekonferenz recht klar skizziert, worin er einen Ausweg sähe. „Es ist höchste Zeit, dass die Fiskalpolitik Verantwortung übernimmt“, sagte er und betonte, dass man sich darüber im Rat der EZB absolut einig sei – im Gegensatz beispielsweise zu den Zinsentscheidungen.

Und er zielte dabei vor allem auf Deutschland, denn Länder mit Handlungsspielraum im Haushalt seien gefordert, „wirksam und rechtzeitig“ zu handeln. Deutschland, das seit Jahren Haushaltsüberschüsse verzeichnet, hat diesen Spielraum, nutzt ihn aber nicht für höhere Staatsausgaben.

Genau dies würde jedoch helfen, das Zinsniveau mittelfristig zu heben, ist Draghi offenbar überzeugt, denn er verwies explizit auf „andere Regionen“, wo eine andere Fiskalpolitik zu höheren Zinsen geführt habe. Gemeint sind die USA, wo der Staat hohe Haushaltsdefizite macht – in diesem Jahr sind es mehr als fünf Prozent der Wirtschaftsleistung – , die Zinsen aber auch deutlich höher sind als in der Euro-Zone.

Quelle: Infografik WELT

Doch die Chancen, dass Deutschland sich von der schwarzen Null verabschiedet, scheinen derzeit sehr gering. Und damit ist auch die Chance, dass sich an der EZB-Politik etwas ändert, gleich null. Sie wird weiter mit Minuszinsen und Anleihekäufen agieren – Pimco-Berater Joachim Fels spricht bereits von „Anleihekäufen auf ewig“.

Sparer können das beklagen, das hilft ihnen jedoch nicht weiter. Stattdessen sollten sie den Realitäten ins Auge sehen und reagieren. Mark Haefele, Chefanlagestratege bei der Vermögensverwaltung der UBS, verweist dabei auf das Potenzial von Aktien.

Zwar schneiden diese historisch gesehen in 43 Prozent der Handelswochen schlechter ab als Cash – und genau das ist es auch, was die meisten Sparer abschreckt. „Aber historisch betrachtet ist diese Gefahr auf Sicht von 20 Jahren bei null.“ Das ist genau der Zeitraum, um den es geht, jene zwei Dekaden mit Nullzinsen, die noch vor uns stehen.

Allerdings ist das bei den Sparern nach wie vor nicht angekommen. Der Umfrage von Union Investment zufolge haben derzeit 46 Prozent der Befragten keine Lust, verschiedene Anlageformen miteinander zu vergleichen, und weitere 41 Prozent halten es für sinnvoll, erst einmal weiter abzuwarten. Das kann allerdings teuer werden.

Quelle: welt.de

 

Wie legen Sie Ihr Geld zukünftig an?

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Warum der Negativzins Deutschland besonders hart trifft

Nirgendwo in Europa liegt so viel Geld auf Sparbüchern und Konten wie hierzulande. Den Banken bleibt gar nichts anderes übrig, als die Negativzinsen irgendwann an die Kunden weiterzugeben. Denn vor einem anderen Schritt schrecken sie noch zurück.

Deutschlands Banken werden gegen den Negativzins der Europäischen Zentralbank (EZB) vorerst nicht vor Gericht ziehen, obwohl ihnen diese juristische Option womöglich offensteht. Zuletzt hatte ein Rechtsgutachten die Möglichkeit aufgezeigt, gegen die Belastung von Einlagen bei der Zentralbank zivilrechtlich vorzugehen. Die negativen Zinsen verursachen den Kreditinstituten Kosten in Milliardenhöhe. Und sie verunsichern zunehmend auch Sparer, da manche Banken inzwischen wohlhabenden Kunden Negativzinsen berechnen.

Dennoch scheinen die Banken derzeit keine Neigung zu verspüren, die Streitfrage juristisch klären zu lassen. Das ergab eine Umfrage von WELT AM SONNTAG in der deutschen Kreditwirtschaft. Und ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zeigt, dass die Möglichkeiten des Gesetzgebers, Negativzinsen für Sparer zu verbieten, sehr begrenzt sind.

Deutschland trifft der Negativzins besonders hart.

Nirgendwo in Europa liegt so viel Geld auf Bankkonten und Sparbüchern wie hierzulande, im August 2019 waren es 2,4 Billionen Euro. Das entspricht mehr als zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts, also des Werts aller produzierten Güter und Dienstleistungen. Zugleich ist die Kritik an der Politik der EZB kaum irgendwo so prononciert wie in Europas Sparernation Nummer eins.

So hat der frühere Verfassungsrichter Paul Kirchhof wiederholt geltend gemacht, eine negative Guthabenverzinsung verletze das grundgesetzlich garantierte Recht auf Eigentum. Der CSU-Querdenker und Kritiker der Euro-Rettungspolitik Peter Gauweiler sieht in der Negativzinspolitik ebenfalls einen Verstoß gegen die Eigentumsgarantie: Die Beschlüsse der EZB seien ökonomisch und politisch schädlich. „Sie ruinieren das Bankwesen und untergraben die Stabilitätskultur in Deutschland“, warnt Gauweiler.

Quelle: Infografik WELT

Ob sich aus der Verfassung tatsächlich ein Recht auf Verzinsung von Bankeinlagen oder zumindest deren Unantastbarkeit ableiten lässt, ist umstritten. Der Verfasser des neuen Gutachtens, der Hamburger Rechtswissenschaftler Kai-Oliver Knops setzt an einem anderen Punkt an. Er bestreitet, dass die EZB überhaupt ein Recht habe, den Kreditinstituten „negative Zinsen“ auf ihre Einlagen bei der Zentralbank abzuziehen.

Zusammen mit dem Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Schirp von der Kanzlei Schirp & Partner argumentiert Knops, dass es sich um eine Art Abgabe handelt, da ihr Ziel darin besteht, die Geldhäuser für Passivität bei der Kreditvergabe zu bestrafen. Zur Erhebung von Abgaben ist die Zentralbank laut den Europäischen Verträgen jedoch nicht befugt. Anwalt Gauweiler spricht von ernst zu nehmenden Argumenten.

Die deutschen Banken bringt das in eine peinliche Lage. Der Negativzins beschert ihnen Zusatzkosten in Milliardenhöhe, deren Weitergabe an die Kunden nicht gut ankommt.

So antwortet der Dachverband der Kreditwirtschaft ausweichend auf die Frage nach einer Klage. Es gebe unterschiedliche Rechtsauffassungen darüber, ob die vom EZB-Rat seit 2014 beschlossenen Maßnahmen europarechtlich zulässig seien: „Nach Ansicht der Deutschen Kreditwirtschaft kann sich eine abschließende Bewertung dieser Frage aus dem weiteren juristischen Diskurs ergeben.“

Wolfgang Schirp nennt diese Haltung der Kreditinstitute „muffig-angstbeladen“, setzt aber darauf, dass das noch nicht das letzte Wort ist. Die Zurückhaltung der Banken sieht er darin begründet, dass sie es sich nicht mit den Zentralbankern verscherzen wollen. EZB und Bundesbank sind nicht nur für Geldpolitik und Zahlungsverkehr zuständig, sondern nehmen auch zentrale Aufgaben der Bankenaufsicht wahr.

Gesetzliches Verbot von Strafzinsen wäre problematisch

Fest steht, dass es für Sparer in Deutschland ungemütlicher wird. Nach Zählung des Finanzportals Tagesgeldvergleich.net ziehen schon jetzt 34 Institute Kunden ein Entgelt für Einlagen ab. Das betrifft zwar meist nur hohe Guthaben von 100.000 Euro oder mehr, doch der Trend geht klar Richtung Negativzins. Die Geldhäuser haben auch kaum eine Wahl. Durch den EZB-Leitzins verlieren Deutschlands Banken im Jahr bis zu 2,5 Milliarden Euro, wie Knops kalkuliert hat.

Der Präsident des Bankenverbandes, Hans-Walter Peters, hat keinen Hehl daraus gemacht, dass dies vermutlich erst der Anfang ist. Es sei zwar nur begrenzt möglich, Kunden höhere Entgelte oder Zinsen aufzuerlegen. Aber der Druck steige, alle Möglichkeiten auszuschöpfen: „Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass viele Banken auf Dauer nicht mehr umhinkönnen, die zusätzlichen Belastungen auch in der Breite an Privatkunden weiterzugeben.“

Etwas Linderung hat die EZB ihnen mit ihren Beschlüssen vom September verschafft. So wurde der Negativzins zwar von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent verschärft, künftig ist aber ein höherer Teil der Überschussreserven von dem „Verwahrentgelt“ (wie es im Bankerjargon heißt) ausgenommen, nämlich das Sechsfache der jeweiligen Mindestreserve.

Quelle: Infografik WELT

Ist ein Verbot des Negativzinses möglich?

Ob der Gesetzgeber gegen negative Zinsen vorgehen kann, wie es der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder gefordert hat, sehen Juristen skeptisch. So geht aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags über die „Zulässigkeit von Negativzinsen“ hervor, dass es nach deutschem Recht durchaus einen negativen Zinssatz geben kann. In Auftrag gegeben hat das Gutachten der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler, ein erklärter Kritiker der EZB-Geldpolitik.

Ein gesetzliches Verbot von Strafzinsen wäre auch deshalb problematisch, weil der Staat damit in die Vertragsfreiheit eingreifen würde. „Während der Gesetzgeber grundsätzlich einen weiten Spielraum zur Vornahme zivilrechtlicher Regelungen hat, bedürfen Eingriffe in die verfassungsrechtlich geschützte Vertragsfreiheit einer hinreichenden sachlichen Rechtfertigung“, schreibt der Wissenschaftliche Dienst. Diese Rechtfertigung wird schwer anzuführen sein, solange es noch Konten ohne Strafzins und andere Möglichkeiten der Geldaufbewahrung gibt.

Quelle: welt.de

 

Setzen Sie auch auf Spareinlagen bei der Bank?

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Nachgefragt: Sind wir an den Minuszinsen etwa selbst schuld?

Nullzinsen herrschen praktisch schon fünf Jahre lang, und diese Phase könnte noch Jahrzehnte andauern. Sparern droht ein dramatischer Wertverlust – und manche meinen, dass sie dazu selbst beigetragen haben. Doch es gibt noch einen Ausweg.

Realismus erfasst allmählich die deutschen Sparer. Bei einer repräsentativen Umfrage von Union Investment erwarteten zu Beginn des Jahres noch 25 Prozent steigende Zinsen. Inzwischen ist dieser Wert auf neun Prozent gefallen. Dagegen rechnet nun jeder Fünfte sogar mit weiter fallenden Zinsen, das sind mehr als doppelt so viele wie zuletzt.

Und das ist nur eine kurz- bis mittelfristige Betrachtung. Das wahre Ausmaß des Zinsdebakels ist noch weitaus größer. Inzwischen gehen immer mehr Experten von vielen Jahren, sogar Jahrzehnten ohne Zinsen aus.

Über die Frage, wer daran schuld ist, wird viel gestritten. Die Notenbanken? Die Politik? Vielleicht die Bürger selbst? Sicher ist jedoch: Bezahlen müssen das jene, die ihr Geld nach wie vor auf Tagesgeldkonten belassen.

Seit dreieinhalb Jahren liegt der Leitzins in der Euro-Zone nunmehr bei null, davor stand er anderthalb Jahre bei 0,05 Prozent – praktisch herrschen also bereits ein halbes Jahrzehnt lang Nullzinsen.

Für Banken gilt inzwischen sogar ein Einlagenzinssatz von minus 0,5 Prozent, den sie berappen müssen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken wollen. Und immer mehr Institute denken derzeit darüber nach, diesen Minuszins an die Sparer weiterzugeben.

Fast noch schlimmer ist, dass sich daran auch auf viele Jahre hinaus nichts ändern wird. Joachim Fels, ökonomischer Berater bei Pimco, dem größten Anleihemanager der Welt, hält es für ziemlich sicher, „dass negative Zinsen und Anleihekäufe noch lange bestehen bleiben“.

Der Vermögensverwalter Bert Flossbach sagt noch kategorischer: „Eine Zinswende zu deutlich höheren Zinsen wird es nicht geben.“ Und Mark Burgess, stellvertretender Chefanlagestratege bei der Investmentgesellschaft Columbia Threadneedle, sieht sogar Jahrzehnte niedriger Zinsen vor uns.

„Wir gehen davon aus, dass der Euro-Zone eine lange Niedriginflationsphase bevorsteht, die von geringen Wachstumsraten begleitet wird, was einen nennenswerten Anstieg der Zinsen in den nächsten zehn bis 20 Jahren verhindert“, sagt Burgess.

Schuld ist auch die hohe Sparneigung

Daran sind natürlich die Zentralbanken schuld, welche die Zinsen auf dieses Niveau gedrückt haben. Dennoch hält man sie beispielsweise bei Pimco eher für die Opfer als die Täter. Sie reagierten nur auf zwei langfristige Triebkräfte: die demografische Entwicklung und die Technologie.

Die zunehmende Lebenserwartung erhöhe die Sparneigung, gleichzeitig brauchten moderne Technologiekonzerne nicht mehr so viel Kapital wie Industriebetriebe in früheren Zeiten – das Verhältnis von Ersparnissen zu Krediten sei also gekippt, diese „Ersparnisflut“ führe dazu, dass den Regeln von Angebot und Nachfrage folgend die Zinsen immer tiefer sinken.

In gewissem Sinne wären die Bürger also selbst schuld an den niedrigen Zinsen, weil sie zu viel sparen und zu wenig Kredite aufnehmen.

Dieser Gedanke, den auch schon der ehemalige Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, äußerte, stößt jedoch vor allem bei deutschen Ökonomen auf Kritik. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, erkennt zwar beispielsweise an, dass der natürliche Zins, der auf Angebot und Nachfrage basiert, gefallen sein mag. „Der Rückgang des Realzinses ist aber mit verursacht durch Zentralbanken wie die EZB, die darauf mit einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik reagiert.“

Das Entscheidende ist letztlich aber auch nicht, wer schuld ist. Denn selbst Krämer stellt ganz realistisch fest: „Der EZB-Zins dürfte viele Jahre nicht steigen.“ Für Sparer kann das möglicherweise noch zwei Jahrzehnte währende Zinsgrauen einen dramatischen Wertverlust bedeuten.

Reinhard Panse, Chefanlagestratege beim Vermögensverwalter HQ Trust, rechnet beispielsweise für Anlagen in deutsche Staatsanleihen über die nächsten zehn Jahre mit einem jährlichen Verlust von 2,2 Prozent, nach Abzug von Inflation und Steuern. „Das ist noch der Best Case, da die Probleme der Euro-Zone nach wie vor nicht geklärt sind.“ Solche Anleihen sind vor allem in Lebensversicherungen enthalten.

Quelle: Infografik WELT

Draghi wiederum hat bei seiner letzten Pressekonferenz recht klar skizziert, worin er einen Ausweg sähe. „Es ist höchste Zeit, dass die Fiskalpolitik Verantwortung übernimmt“, sagte er und betonte, dass man sich darüber im Rat der EZB absolut einig sei – im Gegensatz beispielsweise zu den Zinsentscheidungen.

Und er zielte dabei vor allem auf Deutschland, denn Länder mit Handlungsspielraum im Haushalt seien gefordert, „wirksam und rechtzeitig“ zu handeln. Deutschland, das seit Jahren Haushaltsüberschüsse verzeichnet, hat diesen Spielraum, nutzt ihn aber nicht für höhere Staatsausgaben.

Genau dies würde jedoch helfen, das Zinsniveau mittelfristig zu heben, ist Draghi offenbar überzeugt, denn er verwies explizit auf „andere Regionen“, wo eine andere Fiskalpolitik zu höheren Zinsen geführt habe. Gemeint sind die USA, wo der Staat hohe Haushaltsdefizite macht – in diesem Jahr sind es mehr als fünf Prozent der Wirtschaftsleistung – , die Zinsen aber auch deutlich höher sind als in der Euro-Zone.

Quelle: Infografik WELT

Doch die Chancen, dass Deutschland sich von der schwarzen Null verabschiedet, scheinen derzeit sehr gering. Und damit ist auch die Chance, dass sich an der EZB-Politik etwas ändert, gleich null. Sie wird weiter mit Minuszinsen und Anleihekäufen agieren – Pimco-Berater Joachim Fels spricht bereits von „Anleihekäufen auf ewig“.

Sparer können das beklagen, das hilft ihnen jedoch nicht weiter. Stattdessen sollten sie den Realitäten ins Auge sehen und reagieren. Mark Haefele, Chefanlagestratege bei der Vermögensverwaltung der UBS, verweist dabei auf das Potenzial von Aktien.

Zwar schneiden diese historisch gesehen in 43 Prozent der Handelswochen schlechter ab als Cash – und genau das ist es auch, was die meisten Sparer abschreckt. „Aber historisch betrachtet ist diese Gefahr auf Sicht von 20 Jahren bei null.“ Das ist genau der Zeitraum, um den es geht, jene zwei Dekaden mit Nullzinsen, die noch vor uns stehen.

Allerdings ist das bei den Sparern nach wie vor nicht angekommen. Der Umfrage von Union Investment zufolge haben derzeit 46 Prozent der Befragten keine Lust, verschiedene Anlageformen miteinander zu vergleichen, und weitere 41 Prozent halten es für sinnvoll, erst einmal weiter abzuwarten. Das kann allerdings teuer werden.

Quelle: welt.de

 

Wie gehen Sie mit den Nullzinsen um?

Wollen Sie sich ernsthaft weiterhin so abspeisen lassen? Oder handeln Sie jetzt? Sichern Sie sich den kostenlosen Zugang unter anderem auch zu (Invest-)Möglichkeiten, die sonst nur Großanlegern oder Institutionellen vorbehalten sind. Kostenlos – und nur so lange, wie Sie wollen.

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Wenn Sparen immer teurer wird

Wie viel Strafzinsen halten wir noch aus, bevor Sparer die Schalter stürmen?

Bei minus 0,5 Prozent liegen inzwischen die Strafzinsen für Banken in der Eurozone. Und die EZB schließt nicht aus, dass sie noch tiefer fallen könnten. Doch wie tief können sie noch fallen, bevor die Sparer wirklich reagieren? Und was wären dann die Möglichkeiten?

Ein Gedankenexperiment.

Der Leitzins in der Eurozone liegt unverändert bei 0 Prozent, doch für Banken ist die Welt seit vergangener Woche etwas schwerer geworden. Sie müssen nun 0,5 statt wie bisher 0,4 Prozent Strafzinsen an die Zentralbank für das Geld zahlen, was sie dort parken.

Der Normalbürger leidet darunter einerseits, weil es kaum bis keine Zinsen mehr auf klassische Sparprodukte wie Tagesgeld und Sparbuch gibt. Andererseits profitiert er von niedrigen Kreditzinsen. Schließlich ist ein günstig ausgegebener Kredit für die Banken immer noch lukrativer, als der EZB Strafzinsen zu zahlen.

Doch ihre Ziele, etwa eine Kerninflation von zwei Prozent im Euroraum, hat die EZB mit den Niedrigzinsen bisher nicht erreicht. Das nährt Befürchtungen, es könne bald noch viel schlimmer kommen. Auch wenn EZB-Chef Mario Draghi bisher keine Andeutungen gemacht hat, die Leitzinsen erstmals in der Euro-Geschichte in den negativen Bereich zu senken, wäre das durchaus eine Möglichkeit.

Wie tief können die Zinsen noch sinken?

Die US-Großbank JP Morgan hatte schon 2016, als der Leitzins auf 0 Prozent fiel, einmal durchgerechnet, wie weit die wichtigsten Zentralbanken der Welt die Zinsen theoretisch senken könnten, bevor es zu massiven Problemen im jeweiligen Wirtschaftskreislauf kommt.

In den USA sehen die Analysten diese Gefahr schon bei minus 1,3 Prozent. Großbritannien würde demnach minus 2,5 Prozent vertragen – allerdings stammt diese Zahl noch aus der Vor-Brexit-Zeit – und die Eurozone gar minus 4,5 Prozent.

Was passiert, wenn die Zinsen so niedrig fallen?

Je tiefer die Leitzinsen fallen, desto teurer wird es für Banken, ihr Geld bei der Zentralbank zu parken. Sie müssen stattdessen versuchen, es auszugeben. Das führt erst einmal dazu, dass Kredite immer günstiger werden.

Schon heute bieten einige Online-Banken erste Kredite mit negativen Zinssätzen, bei denen Sie sich heute etwa 1000 Euro leihen und ein Jahr später nur 994 Euro zurückzahlen müssen.

Es ist allerdings auf den ersten Blick ersichtlich, dass dies für Banken auf Dauer kein profitables Geschäft mehr ist. Ab einem bestimmten Punkt müssen sie negative Zinsen an ihre Kunden weitergeben. Wer der Bank dann Geld leiht, muss dafür zahlen, statt wie bisher belohnt zu werden.

Wie können Bürger dem entgehen?

In der Theorie klingen Negativzinsen gut. Wenn Geld zu sparen zu teuer wird, dann geben die Menschen das Geld eben aus und kurbeln damit die Wirtschaft an. Doch die jüngste Vergangenheit zeigt, dass dies in der Praxis anders ist.

Bisher sparen besonders die Deutschen fleißig weiter, obwohl es dafür kaum noch Zinsen gibt. Das Sparvermögen in unserem Land stieg 2018 auf 6,2 Billionen Euro – ein neuer Rekordstand. Der Großteil davon ist in Sparbücher, Tagesgeld und Lebensversicherungen angelegt, allesamt Produkte, für die es kaum Zinsen gibt.

Selbst, wenn die EZB den Druck in Form von Negativzinsen also erhöht, ist fraglich, ob die Bürger dann mehr Geld ausgeben oder es schlicht abheben und lieber zu Nullzinsen unter der Matratze horten.

Sollten Sie Ihr Erspartes daheim horten wollen, bis die Zinsen wieder steigen, könnten Sie ein weiteres Problem bekommen: Einzahlungen von mehr als 10.000 Euro fallen auch bei Privatpersonen unter das Geldwäschegesetz. Sie müssen dann der Bank und damit indirekt auch dem Finanzamt zunächst nachweisen, dass dieses Geld nicht aus illegalen Quellen stammt – was im Zweifel mit einem Auszahlungsbeleg einfach zu erledigen sein sollte.

Wie soll ich denn zehntausende Euro zu Hause sicher lagern?

„Unter der Matratze“ ist natürlich nur eine Metapher. Um Ihr Geld sicher physisch einzulagern, bräuchten Sie am besten einen Safe. Den können Sie sich selbst daheim hinstellen oder sich ein Schließfach bei einer Bank mieten.

Ironischerweise würden Sie dann aber wieder eine Bank dafür bezahlen, Ihr Geld aufzubewahren. Die Kosten dafür liegen bei mindestens 20 Euro im Jahr. Rein rechnerisch entspräche das bei 10.000 Euro also einem Negativzins von mindestens 0,2 Prozent. Allerdings sind Schließfächer bei Banken begrenzt. In Großstädten ist oft kein Platz mehr frei.

Es gibt ein weiteres Problem: Der Inhalt eines Banktresors oder Schließfaches wird vom Anbieter in der Regel nicht versichert. Das bedeutet, Sie müssten selbst eine Versicherung abschließen, die Ihnen Schäden durch Raub oder andere Unglücksfälle ersetzt. Das erhöht allerdings nur die Kosten. Zudem sind die Schadenssummen je nach Versicherung begrenzt.

Kann die EZB verhindern, dass ich mein Geld einfach abhebe?

Um zu verhindern, dass Sie Ihr Geld abheben, geben Banken Negativzinsen bisher nur an die Kunden weiter, die ihr Erspartes eben nicht unters Kopfkissen legen können. Das sind erstens Privatkunden mit sehr hohen Einlagen jenseits der 100.000 Euro – irgendwann wird das physische Aufbewahren von so viel Geld einfach unpraktisch – und zweitens Firmen, die Geld auf der Bank brauchen, um davon etwa Gehälter und Investitionen zu bezahlen. Sie besitzen meist auch zu viel, um es irgendwo in einem Safe einzulagern.

Anders sieht es bei der großen Masse der Kleinsparer aus. Einen plötzlichen Ansturm derer auf die Banken würden die Institute nicht überleben: Derzeit sind rund 8,5 Billionen Euro in der Eurozone im Umlauf. Die Spareinlagen, die Bürger kurzfristig abheben könnten, liegen aber bei mehr als 12 Billionen Euro. Schlimmstenfalls müssten Staaten einspringen, die Einlagen bis 100.000 Euro garantieren. Die Banken wären danach aber trotzdem bankrott.

Damit Sie bei starken Negativzinsen nicht massenhaft Geld von der Bank abheben, müsste die EZB die Bargeldmenge verkleinern oder im schlimmsten Fall das Bargeld komplett abschaffen. Dann könnte sich keiner mehr den Strafzinsen entziehen.

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Wird die EZB so weit gehen?

Höchstwahrscheinlich nicht. Bisher hat die EZB keinen Versuch unternommen, die Bargeldmenge künstlich zu begrenzen. Im Gegenteil, sie hat sich in den vergangenen zehn Jahren sogar mehr als verdoppelt. Daran hat auch die Abschaffung des 500-Euro-Scheins nichts geändert.

Die Zentralbank dürfte sich auch bewusst sein, dass dies schwere politische Tumulte auslösen würde. Denn die Bargeldmenge erhöht sich nur deswegen so stark, weil Scheine und Münzen von Bürgern so stark nachgefragt werden. Die EZB druckt und presst immer nur so viel, wie gerade benötigt wird.

Das heißt aber nicht, dass die Zentralbank den Druck auf Firmen und Sparer nicht noch weiter erhöhen könnte. Bisher geht die EZB noch davon aus, dass die niedrigen Zinsen unter dem Strich positive Effekte für die Eurozone haben. Erst, wenn sich das ändert, wird die Bank die Zinsen wieder anheben – wie es zum Beispiel vergangenes Jahr in den USA geschehen ist.

Hintergrund: Das Sparverhalten und das Vermögen der Deutschen

Laut Global Wealth Report der Allianz ist das Geldvermögen der Deutschen im vergangenen Jahr vor allem dank steigender Löhne und Beschäftigungszahlen gestiegen. Die Netto-Geldvermögen pro Kopf legten 2018 um 1,6 Prozent auf 52.860 Euro zu. Damit rangiert die Bundesrepublik in der Liste der 20 reichsten Länder unverändert auf dem 18. Platz. Auf Platz eins der Liste stehen die USA mit 184.410 Euro pro Kopf, gefolgt von der Schweiz (173.840 Euro) und Singapur (100.370 Euro). Die Niederlande kommen hinter Taiwan auf dem fünften Platz mit 97.345 Euro, Schweden landet hinter Japan mit einem Netto-Geldvermögen von 92.320 Euro pro Kopf auf Rang sieben. Es folgen Belgien, Neuseeland, Dänemark, Kanada, Großbritannien, Israel, Australien, Frankreich, Österreich und einen Platz vor Deutschland Italien.

Trotz der der herrschenden Zinsflaute bleiben die Deutschen allerdings dem Sparbuch treu: 2018 wuchsen die Bankeinlagen deutscher Sparer um sechs Prozent und damit zwei Prozentpunkte stärker als in ganz Westeuropa (plus 4,0 Prozent) – trotz immer noch nicht existenter Zinsen. Allerdings scheint ein Wandel einzusetzen: Zwar stieg der Anteil der Bankeinlagen an den frischen Spargeldern auf 57 Prozent. Im übrigen Westeuropa lag der Wert aber bei 68 Prozent. Die deutschen Sparer investierten laut der Angaben ein Fünftel ihrer Anlagegelder in Aktien und Fonds, die übrigen Haushalte verkauften in der Summe Wertpapiere.

Quelle: focus.de

 

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