Tag Archive

Tag Archives for " Niedrigzins "

Strafzinswelle erreicht neue Dimension

Immer mehr Geldhäuser verlangen Negativzinsen von Neukunden – mitunter schon ab dem ersten Euro. Viele Banken nehmen die Corona-Krise sogar zum Anlass, ihre Kunden erstmals stärker zu belasten, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox.

Die Corona-Pandemie hat den Trend zu negativen Zinsen nicht etwa abgebremst, sondern noch einmal deutlich beschleunigt, berichtet Oliver Maier, Geschäftsführer vom Vergleichsportal Verivox. Einer Auswertung zufolge verlangen derzeit 80 Banken und Sparkassen in Deutschland “Guthabengebühren” oder “Verwahrentgelte” von Privatkunden. Dabei sind die Gebührenextras im Grunde nichts anderes als geschickt kaschierte Strafzinsen.

Auffällig: Rund ein Viertel dieser Institute hat die Minuszinsen erst am 9. März eingeführt. Das Datum gilt unter Experten als Stichtag für den Beginn der Corona-Krise in der Bundesrepublik.

Lange betrafen die Negativzinsen nur Kunden mit einem Guthaben in Höhe von 100.000 Euro oder mehr. “Inzwischen sind aber immer häufiger auch Sparer mit kleinen und mittleren Anlagesummen betroffen”, berichtet Maier. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die die Experten des Vergleichsportals bereits im vergangenen Monat beobachtet hatten.

Mittlerweile liegt der Strafzins-Freibetrag bei mindestens 15 Geldhäusern deutlich unter 100.000 Euro. Drei Banken nehmen Negativzinsen sogar schon ab dem ersten Euro.

Nullzinsen sind kein Naturgesetz
Strafzinsen treffen in der Regel bislang nur Neukunden. “Will eine Bank auch von ihren Bestandskunden Negativzinsen erheben, muss sie dies mit den Betroffenen individuell vereinbaren”, erklärt Maier. Er rät Verbrauchern in diesem Fall dazu, die Bank zu wechseln. “Auch im aktuellen Marktumfeld sind Null- und Negativzinsen kein Naturgesetz”, betont er.

Nicht alle Banken informieren in ihren Preisaushängen über Negativzinsen. Viele treffen stattdessen individuelle Vereinbarungen mit ihren wohlhabenden Kunden. Tatsächlich dürften also noch deutlich mehr als 80 Institute Negativzinsen verlangen, schätzen die Verivox-Experten. (fp)

Quelle: fondsprofessionell.de

 

Wie gehen Sie mit Negativzinsen um?

Lassen Sie alles mit sich machen, oder schauen Sie sich auch nach Alternativen um? Wenn Sie eine unabhängige Sichtweise einnehmen und sich selbst ein Bild machen wollen, nehmen wir Sie gerne an die Hand. 

Sichern Sie sich heute den kostenlosen Zugang unter anderem auch zu (Invest-)Möglichkeiten, die sonst nur Großanlegern oder Institutionellen vorbehalten sind. Kostenlos – und nur so lange, wie Sie wollen. Und denken Sie daran: Informationen schaden nur dem, der sie nicht hat…

Datenschutz ist das A+O. Ihre Daten werden niemals an Dritte weitergegeben. Alle Infos dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Nachgefragt: Sind wir an den Minuszinsen etwa selbst schuld?

Nullzinsen herrschen praktisch schon fünf Jahre lang, und diese Phase könnte noch Jahrzehnte andauern. Sparern droht ein dramatischer Wertverlust – und manche meinen, dass sie dazu selbst beigetragen haben. Doch es gibt noch einen Ausweg.

Realismus erfasst allmählich die deutschen Sparer. Bei einer repräsentativen Umfrage von Union Investment erwarteten zu Beginn des Jahres noch 25 Prozent steigende Zinsen. Inzwischen ist dieser Wert auf neun Prozent gefallen. Dagegen rechnet nun jeder Fünfte sogar mit weiter fallenden Zinsen, das sind mehr als doppelt so viele wie zuletzt.

Und das ist nur eine kurz- bis mittelfristige Betrachtung. Das wahre Ausmaß des Zinsdebakels ist noch weitaus größer. Inzwischen gehen immer mehr Experten von vielen Jahren, sogar Jahrzehnten ohne Zinsen aus.

Über die Frage, wer daran schuld ist, wird viel gestritten. Die Notenbanken? Die Politik? Vielleicht die Bürger selbst? Sicher ist jedoch: Bezahlen müssen das jene, die ihr Geld nach wie vor auf Tagesgeldkonten belassen.

Seit dreieinhalb Jahren liegt der Leitzins in der Euro-Zone nunmehr bei null, davor stand er anderthalb Jahre bei 0,05 Prozent – praktisch herrschen also bereits ein halbes Jahrzehnt lang Nullzinsen.

Für Banken gilt inzwischen sogar ein Einlagenzinssatz von minus 0,5 Prozent, den sie berappen müssen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken wollen. Und immer mehr Institute denken derzeit darüber nach, diesen Minuszins an die Sparer weiterzugeben.

Fast noch schlimmer ist, dass sich daran auch auf viele Jahre hinaus nichts ändern wird. Joachim Fels, ökonomischer Berater bei Pimco, dem größten Anleihemanager der Welt, hält es für ziemlich sicher, „dass negative Zinsen und Anleihekäufe noch lange bestehen bleiben“.

Der Vermögensverwalter Bert Flossbach sagt noch kategorischer: „Eine Zinswende zu deutlich höheren Zinsen wird es nicht geben.“ Und Mark Burgess, stellvertretender Chefanlagestratege bei der Investmentgesellschaft Columbia Threadneedle, sieht sogar Jahrzehnte niedriger Zinsen vor uns.

„Wir gehen davon aus, dass der Euro-Zone eine lange Niedriginflationsphase bevorsteht, die von geringen Wachstumsraten begleitet wird, was einen nennenswerten Anstieg der Zinsen in den nächsten zehn bis 20 Jahren verhindert“, sagt Burgess.

Schuld ist auch die hohe Sparneigung

Daran sind natürlich die Zentralbanken schuld, welche die Zinsen auf dieses Niveau gedrückt haben. Dennoch hält man sie beispielsweise bei Pimco eher für die Opfer als die Täter. Sie reagierten nur auf zwei langfristige Triebkräfte: die demografische Entwicklung und die Technologie.

Die zunehmende Lebenserwartung erhöhe die Sparneigung, gleichzeitig brauchten moderne Technologiekonzerne nicht mehr so viel Kapital wie Industriebetriebe in früheren Zeiten – das Verhältnis von Ersparnissen zu Krediten sei also gekippt, diese „Ersparnisflut“ führe dazu, dass den Regeln von Angebot und Nachfrage folgend die Zinsen immer tiefer sinken.

In gewissem Sinne wären die Bürger also selbst schuld an den niedrigen Zinsen, weil sie zu viel sparen und zu wenig Kredite aufnehmen.

Dieser Gedanke, den auch schon der ehemalige Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, äußerte, stößt jedoch vor allem bei deutschen Ökonomen auf Kritik. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, erkennt zwar beispielsweise an, dass der natürliche Zins, der auf Angebot und Nachfrage basiert, gefallen sein mag. „Der Rückgang des Realzinses ist aber mit verursacht durch Zentralbanken wie die EZB, die darauf mit einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik reagiert.“

Das Entscheidende ist letztlich aber auch nicht, wer schuld ist. Denn selbst Krämer stellt ganz realistisch fest: „Der EZB-Zins dürfte viele Jahre nicht steigen.“ Für Sparer kann das möglicherweise noch zwei Jahrzehnte währende Zinsgrauen einen dramatischen Wertverlust bedeuten.

Reinhard Panse, Chefanlagestratege beim Vermögensverwalter HQ Trust, rechnet beispielsweise für Anlagen in deutsche Staatsanleihen über die nächsten zehn Jahre mit einem jährlichen Verlust von 2,2 Prozent, nach Abzug von Inflation und Steuern. „Das ist noch der Best Case, da die Probleme der Euro-Zone nach wie vor nicht geklärt sind.“ Solche Anleihen sind vor allem in Lebensversicherungen enthalten.

Quelle: Infografik WELT

Draghi wiederum hat bei seiner letzten Pressekonferenz recht klar skizziert, worin er einen Ausweg sähe. „Es ist höchste Zeit, dass die Fiskalpolitik Verantwortung übernimmt“, sagte er und betonte, dass man sich darüber im Rat der EZB absolut einig sei – im Gegensatz beispielsweise zu den Zinsentscheidungen.

Und er zielte dabei vor allem auf Deutschland, denn Länder mit Handlungsspielraum im Haushalt seien gefordert, „wirksam und rechtzeitig“ zu handeln. Deutschland, das seit Jahren Haushaltsüberschüsse verzeichnet, hat diesen Spielraum, nutzt ihn aber nicht für höhere Staatsausgaben.

Genau dies würde jedoch helfen, das Zinsniveau mittelfristig zu heben, ist Draghi offenbar überzeugt, denn er verwies explizit auf „andere Regionen“, wo eine andere Fiskalpolitik zu höheren Zinsen geführt habe. Gemeint sind die USA, wo der Staat hohe Haushaltsdefizite macht – in diesem Jahr sind es mehr als fünf Prozent der Wirtschaftsleistung – , die Zinsen aber auch deutlich höher sind als in der Euro-Zone.

Quelle: Infografik WELT

Doch die Chancen, dass Deutschland sich von der schwarzen Null verabschiedet, scheinen derzeit sehr gering. Und damit ist auch die Chance, dass sich an der EZB-Politik etwas ändert, gleich null. Sie wird weiter mit Minuszinsen und Anleihekäufen agieren – Pimco-Berater Joachim Fels spricht bereits von „Anleihekäufen auf ewig“.

Sparer können das beklagen, das hilft ihnen jedoch nicht weiter. Stattdessen sollten sie den Realitäten ins Auge sehen und reagieren. Mark Haefele, Chefanlagestratege bei der Vermögensverwaltung der UBS, verweist dabei auf das Potenzial von Aktien.

Zwar schneiden diese historisch gesehen in 43 Prozent der Handelswochen schlechter ab als Cash – und genau das ist es auch, was die meisten Sparer abschreckt. „Aber historisch betrachtet ist diese Gefahr auf Sicht von 20 Jahren bei null.“ Das ist genau der Zeitraum, um den es geht, jene zwei Dekaden mit Nullzinsen, die noch vor uns stehen.

Allerdings ist das bei den Sparern nach wie vor nicht angekommen. Der Umfrage von Union Investment zufolge haben derzeit 46 Prozent der Befragten keine Lust, verschiedene Anlageformen miteinander zu vergleichen, und weitere 41 Prozent halten es für sinnvoll, erst einmal weiter abzuwarten. Das kann allerdings teuer werden.

Quelle: welt.de

 

Wie gehen Sie mit den Nullzinsen um?

Wollen Sie sich ernsthaft weiterhin so abspeisen lassen? Oder handeln Sie jetzt? Sichern Sie sich den kostenlosen Zugang unter anderem auch zu (Invest-)Möglichkeiten, die sonst nur Großanlegern oder Institutionellen vorbehalten sind. Kostenlos – und nur so lange, wie Sie wollen.

Datenschutz ist das A+O. Ihre Daten werden niemals an Dritte weitergegeben. Alle Infos dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Euro-Retter oder Zins-Zerstörer – das wahre Vermächtnis des Mario Draghi

Der scheidende EZB-Präsident hat Historisches geleistet, im Positiven wie im Negativen. Draghi bewahrte den Euro vor dem Kollaps. Gleichzeitig hat er Spareinlagen zerstört und die Altersvorsorge entwertet. Was wiegt schwerer?

Nach acht Jahren an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlässt Präsident Mario Draghi ein Europa, das wirtschaftlich und politisch tief gespalten ist. Auch in der Frage, wie die Ära Draghi zu bewerten ist, stehen sich die Lager der Bewunderer und Kritiker schier unversöhnlich gegenüber.

Für die einen ist Draghi der Superheld und Euro-Retter, der inmitten der größten Krise der Währungsunion die Gemeinschaftswährung nahezu im Alleingang gerettet hat. Für die anderen die Inkarnation der geldpolitischen Zügellosigkeit und schuld am Regime des Minuszinses in Europa. Entsprechend weit gehen auch die Einschätzungen über die jüngste Entscheidung der EZB auseinander, die Zinsen noch weiter zu senken und die Anleihekäufe wieder aufzunehmen.

WELT hat versucht, die beiden Lesarten über Mario Draghi und seine Geldpolitik nachzuzeichnen. Welche der beiden Varianten es in die Geschichtsbüchern schaffen wird, das wird man vermutlich erst in zehn Jahren sehen, wenn das Ergebnis des größten Experiments in der europäischen Währungsgeschichte sichtbar geworden ist.

Geschichte 1: Mario Draghi, der Euro-Retter

Er hat ganze Arbeit geleistet. Sechs Wochen vor seinem Abschied aus der Europäischen Zentralbank (EZB) übergibt Mario Draghi seiner Nachfolgerin Christine Lagarde ein gut bestelltes Haus. Nach der Entscheidung der EZB, die Zinsen zu senken und das Anleihekaufprogramm wieder aufzulegen, hat Lagarde den nötigen Handlungsspielraum, um die Euro-Zone auf Kurs zu bringen. Die Euro-Finanzminister haben für längere Zeit niedrige Zinsen und können beherzt das tun, was ihnen Lagarde schon als IWF-Chefin geraten hat: mehr Geld ausgeben und mehr investieren.

Einmal mehr hat Draghi damit jenen Weitblick bewiesen, mit dem es ihm in den acht Jahren seiner Amtszeit immer wieder gelungen ist, die Euro-Zone vor dem Schlimmsten zu bewahren. Sein berühmt gewordenes Versprechen aus dem Jahr 2012, „alles Notwendige“ zu tun, um den Euro zu retten, hat er nun rechtzeitig vor seinem Abschied um ein weiteres wichtiges Element ergänzt: mehr Zeit.

Die EZB unter Draghi will jederzeit auf Entwicklungen reagieren können und hat daher nicht festgelegt, wie lange sie frisches Geld drucken will. Für die Finanzmärkte ist das das beruhigende Signal, dass die Notenbank auch morgen und übermorgen bereitstehen wird, die Kreditkonditionen günstig und Spekulanten gegen den Euro fern zu halten. Die Regierungen haben Zeit bekommen, Reformen voranzubringen und die möglichen Folgen eines harten Brexit abzuwehren.

Draghi hat seine Strategie gegen die Zauderer im EZB-Rat durchgesetzt und auch dem US-Präsidenten die Stirn geboten. Er hat die Europäische Zentralbank vom Muff der Bundesbank befreit und sie zu einer modernen, weltweit angesehen Institution gemacht. US-Präsident Donald Trump würde sich einen wie Draghi an der Spitze der Notenbank Fed wünschen. Einen Macher, der im Zweifel auch unkonventionelle Mittel einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. Einen genialen Kommunikator, der allein mit Worten die Finanzmärkte in die Schranken weisen kann. Und der Missstände klar artikuliert. Der zum Beispiel die Manager der privaten Banken unmissverständlich auf ihre unerledigten Hausaufgaben hinweist oder Regierungen daran erinnert, dass die Notenbank nicht allein für Wachstum zuständig ist.

Nur eine Gruppe konnte Draghi bis zuletzt nicht überzeugen: die deutschen Sparer. Ihnen hat der scheidende EZB-Präsident unbeirrt entgegnet, dass es nicht nur Zinsprodukte gebe, um den eigenen Wohlstand und die eigene Altersvorsorge zu mehren. Als Immobilienbesitzer würden sie von einer Welt der Niedrigstzinsen sogar profitieren. Womöglich wird man also eines Tages rückblickend sagen, dass Draghi sich um die deutsche Aktienkultur verdient gemacht hat. Ohne seine Minuszinsen wären die Menschen vielleicht nie auf die Idee gekommen, über andere Anlageformen als Tagesgeldkonto und Sparbuch nachzudenken.

Man kann sich über ihn trefflich streiten. Fest steht: Mit Draghi verlässt Ende Oktober ein prägender Währungshüter die Bühne. Jene Bewunderer, die dieser Abschied mit Sorge erfüllt, dürfte vielleicht trösten, dass mit Christine Lagarde eine in jeder Hinsicht wohl würdige Nachfolgerin gefunden ist.

Geschichte 2: Mario Draghi, der Zins-Zerstörer

Er hat ganze Arbeit geleistet. Sechs Wochen vor seinem Abschied aus der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlässt Präsident Mario Draghi seiner Nachfolgerin Christine Lagarde einen Trümmerhaufen. Der EZB-Rat ist tief zerstritten, nachdem Draghi ohne Rücksicht auf Verluste die nächste geldpolitische Zumutung für Sparer, Banken und im Grunde das gesamte Finanzsystem durchgepeitscht hat. Nach der Entscheidung, die Zinsen zu senken und das Anleihekaufprogramm wieder aufzulegen, sind seiner Nachfolgerin für die nächste Zeit die Hände gebunden.

Einmal mehr hat Draghi bewiesen, dass ihn selbst geballte Kritik nicht davon abbringen kann, seinen Kurs gnadenlos zu verfolgen. Er mag mit der Rettung des Euro alles richtig gemacht haben. Doch anschließend, als es Europa längst wieder besser ging, hat er sich in eine Idee verrannt, durch die die EZB zur ewigen Krisenfeuerwehr wurde. Auch dann im Einsatz, wenn Europa gar nicht in der Krise steckt. Sein berühmtes Versprechen aus dem Jahr 2012, „alles Notwendige“ zu tun, um den Euro zu retten, hat er nun kurz vor seinem Abschied noch potenziert: Es gilt jetzt ohne irgendwelche Einschränkungen. Die Finanzmärkte können also erst recht mit dem billigen Geld spekulieren. Draghi hat auch den Regierungen einen Freibrief ausgestellt. Sie können weiterhin sorglos den Schlendrian walten lassen. Die EZB wird es am Ende schon richten, wenn’s schiefgeht.

Mit seiner Billiggeldpolitik hat Draghi das Erbe der Bundesbank leichtfertig verspielt. Die EZB ist zu einem Büttel der Finanzmärkte geworden, für die eine regelgebundene Geldpolitik kein Wert mehr zu sein scheint. Es sollte stutzig machen, dass Draghi für seine Minuszinsen von US-Präsident Donald Trump bewundert wird. Trump, der als einstiger Immobilienmogul weiß, wie schnelle Gewinne mit billigem Geld gemacht werden können, und der Regeln für Kokolores hält, wünscht sich einen wie Draghi an der Spitze der US-Notenbank. Einen Macher, der die Finanzmärkte als Machtinstrument nutzt, um seine Idee von Geldpolitik durchzusetzen. Der mit geschickt platzierten Worten vorprescht und Erwartungen schürt und damit Fakten schafft, die den EZB-Rat unter Handlungsdruck setzen.

Eine Gruppe konnte Draghi daher bis zuletzt nicht überzeugen: die deutschen Sparer. Kein Wunder: Der scheidende EZB-Präsident hat ihnen die verkehrte Zinswelt beschert, in der Gläubiger bestraft und Schuldner belohnt werden. Viele Bürger haben im Vertrauen auf auskömmliche Zinsen eine Lebensversicherung abgeschlossen. Sie sehen ihre Altersvorsorge entwertet. Der Immobilienboom geht an den meisten vorbei. Schlimmer noch: Viele Menschen sehen sich mit höheren Mieten konfrontiert. Und auch an den Finanzmärkten wird die Party nicht ewig währen, vielmehr droht irgendwann der große Knall.

Man kann sich über Draghi trefflich streiten. Fest steht: Mit ihm verlässt Ende Oktober ein prägender Währungshüter die Bühne. Jene Kritiker, die froh sind über diesen Abschied, können aber nicht wirklich aufatmen. Mit der Ex-Finanzministerin Lagarde wird eine Nachfolgerin antreten, die Draghis Kurs vermutlich fortsetzen wird.

Dieser Text ist aus der WELT AM SONNTAG.

Quelle: welt.de

 

Egal, wie die Geschichte letzten Endes ausgehen wird – sind Sie für das gewappnet, was auf Sie zu kommt?

Seien Sie vorbereitet! Sichern Sie sich den kostenlosen Zugang zu (Invest-)Möglichkeiten, die sonst nur Großanlegern oder Institutionellen vorbehalten sind. Sie erhalten von uns in regelmäßigen Abständen geldwerte Informationen. Kostenlos – und nur so lange, wie Sie wollen.

Datenschutz ist das A+O. Ihre Daten werden niemals an Dritte weitergegeben. Alle Infos dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

„Es wird schwer, den Garantiezins zu halten“: R+V-Chef schließt Senkung nicht mehr aus

Das Thema Garantiezins ist in aller Munde. Der Vorstandschef der R+V-Versicherung kritisiert die geldpolitischen Pläne der Notenbanken. Die hätten gravierende Folgen für die Rendite von Lebensversicherungen.

Frankfurt Der nach Beitragseinnahmen zweitgrößte Lebensversicherer Deutschlands, die genossenschaftliche R+V Versicherung, schließt angesichts der lockeren Geldpolitik erstmals eine Senkung des Garantiezinses nicht mehr aus: „Es ist sicher richtig, dass es zunehmend schwierig wird, die Garantie von 0,9 Prozent noch zu halten“, sagt R+V-Vorstandschef Norbert Rollinger im Interview mit dem Handelsblatt.

Die Deutsche Aktuarvereinigung redet in den kommenden Monaten über eine mögliche weitere Senkung des Garantiezinses. Neukunden klassischer Lebensversicherungen droht damit ein weiterer Rückgang der garantierten Verzinsung.

Der Garantiezins bestimmt, welche Rendite Lebensversicherer ihren Kunden mindestens versprechen müssen

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen wird es für die Unternehmen jedoch immer schwieriger, auskömmliche Renditen zu erwirtschaften. Die Folge: der Garantiezins wurde in der Vergangenheit schon mehrfach gesenkt.

Allerdings stellt der Garantiezins nur einen Teil der Rendite von klassischen Kapitallebensversicherungen dar. Hinzu kommt die Überschussbeteiligung. Halten Versicherte ihren Vertrag bis zum Ende der Laufzeit, gibt es unter Umständen weitere Bonuszahlungen: einen Schlussüberschuss sowie eine Beteiligung an den Bewertungsreserven. Beide sind aber keineswegs garantiert.

Lange Zeit galt der Garantiezins in der Lebensversicherung als verkaufsträchtiges Argument. Denn bis zum Jahr 2000 betrug dieser bis zu vier Prozent. Das ermöglichte Versicherten eine gut verzinste Altersvorsorge.

Doch aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde der Höchstrechnungszins sukzessive gesenkt, zuletzt 2017 auf das Niveau von lediglich 0,9 Prozent. Das Bundesfinanzministerium überprüft den Garantiezins jährlich. Für bestehende Verträge ändert sich bei einer Senkung jedoch nichts.

Die Versicherer reagieren mit dem Vorstoß auf die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB). In den vergangenen Wochen hatte auch unter den Banken die Debatte darüber Fahrt aufgenommen, dass unter den Lasten der EZB-Niedrigzinspolitik womöglich auch Kleinsparer zurückstecken müssen.

Die EZB wird nach Einschätzung von Experten an diesem Donnerstag ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Lockerung der Geldpolitik beschließen.

Experten erwarten ein ganzes Bündel an Schritten zur Stützung der Konjunktur, darunter einen höheren Strafzins für Einlagen der Banken bei der Notenbank. Das heißt: Banken, die überschüssige Liquidität bei der EZB halten, zahlen künftig einen noch höheren Minuszins.

Für EZB-Chef Mario Draghi ist es bereits das vorletzte Zinstreffen. Ende Oktober läuft seine Zeit am Steuer der Euro-Notenbank nach acht Jahren ab.

Das komplette Interview lesen Sie hier:

Quelle: handelsblatt.com

 

Die klassische Lebensversicherung kommt für Sie nicht in Frage?

Ihnen fehlt es aber an Alternativen? Sichern Sie sich jetzt den Zugang zu (Invest-)Möglichkeiten, die sonst nur Großanlegern oder Institutionellen vorbehalten sind. Sie erhalten von uns in regelmäßigen Abständen geldwerte Informationen. Kostenlos – und nur so lange, wie Sie wollen.

 

privacy Datenschutz ist das A+O. Ihre Daten werden niemals an Dritte weitergegeben. Alle Infos dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

 

Jetzt amtlich: Zinstief vernichtet Vermögen

Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat nun auch spürbar negative Folgen für das Vermögen der Bundesbürger.

Zum ersten Mal seit sechs Jahren mussten Sparer und Anleger im ersten Quartal 2018 eine negative Gesamtrendite hinnehmen.

Mini-Zinsen hin oder her: Deutsche Sparer konnten ihr Vermögen lange Zeit dennoch stetig mehren. Der Grund dafür waren steigende Aktienkurse und eine sehr moderate Inflation. Doch was viele Bundesbürger insgeheiem schon befürchtet hatten, ist nun offiziell: Die Zinsfalle hat zugeschnappt, der reale Wert des Spar- und Anlagevermögens der Deutschen ist zum ersten Mal seit sechs Jahren gesunken. Dies schreibt die Bundesbank in ihrem Bericht für den Monat August. Die Gesamtrendite, die ein durchschnittlicher Privathaushalt mit seinem Geldanlagen erzielt, belief sich dem Bericht zufolge im ersten Quartal 2018 auf minus 0,8 Prozent.

Bei ihren Berechnungen berücksichtigen die Experten der Bundesbank Bargeldbestände, Ansprüche gegenüber Versicherungen sowie Anlagen in Aktien und Fonds. Dass Zinsanlagen wie Sparbücher, Tages- oder Festgeldkonten kaum noch Rendite abwerfen und real sogar ins Minus rutschen, ist dabei nichts Neues. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt bekanntlich schon seit März 2016 bei null Prozent. Bislang allerdings sorgten auskömmliche Erträge aus Wertpapiergeschäften jedoch dafür, dass Anleger insgesamt trotzdem einen realen Vermögenszuwachs verzeichnen konnten.

Börsenturbulenzen und steigende Inflation

Zu Jahresbeginn ging es an den Börsen jedoch hoch her, Aktien und Aktienfonds schnitten deutlich schlechter ab als zuvor. Zudem zog die Inflation zuletzt – wie von der Notenbank erhofft – an. Lag die Teuerungsrate 2017 noch bei 1,8 Prozent, so belief sie sich im Juli dieses Jahres auf zwei Prozent. Die Kombination beider Faktoren hat dazu geführt, dass deutsche Anleger in den ersten die Monaten des Jahres im Schnitt einen Wertverlust hinnehmen mussten.

“Den Unmut der Sparer über die Niedrigzinsen kann ich gut verstehen”, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann in einem Interview mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (FAS). Sie bauten ihre Altersvorsorge aber über mehrere Jahrzehnte auf. Das relativiere die aktuelle Zinssituation etwas, erklärte Weidmann. Negative Realzinsen habe es außerdem auch in der Vergangenheit schon gegeben.

Nicht zum ersten Mal

In der Tat war eine negative reale Rendite in einem Quartal zuletzt vor sechs Jahren zu verzeichnen, als die Inflation anzog. 2008 war die Realrendite aufgrund des Ausbruchs der Finanzkrise sogar über das gesamte Jahr hin im roten Bereich. Ebenso sah es 2001 aus, als die Internetblase platzte und die Terrornaschläge in New York verübt wurden. In beiden Jahren mussten sich Anleger damit abfinden, dass ihr Vermögen um zwei Prozent abschmolz.

Weidmann, der im Rat der EZB über die Geldpolitik im Euroraum mitentscheidet, sagte im Interview mit der FAS: “Die Zinsen (werden) im Zuge der geldpolitischen Normalisierung auch wieder steigen.” Allerdings wird es bis dahin wohl noch eine Weile dauern. Die europäische Notenbank will ihr Anleihen-Kaufprogramm zwar dieses Jahr beenden. Eine Zinserhöhung hat die EZB allerdings frühestens für den Herbst 2019 angedeutet.

Quelle: fondsprofessionell.de

 

Sie wollen sich das nicht mehr gefallen lassen und suchen nach Alternativen?

Schreiben Sie uns, es gibt viele Möglichkeiten auch in der Niedrigzins-Phase gute Renditen zu erwirtschaften. Welche das sind, verraten wir Ihnen gerne, wenn Sie uns fragen 😉

Mit dem Absenden meiner Kontaktinformationen willige ich ein, dass meine personenbezogenen Daten durch Gerd Mannel verarbeitet werden, um meine Anfrage zu bearbeiten. Hierfür werden meine Daten an das Sachwertbüro Gerd Mannel übermittelt. Ich kann meine Einwilligung jederzeit durch Mitteilung an Gerd Mannel, z.B. durch eine E-Mail an info@die-experten-sachwert-invest.de widerrufen. Für weitere Informationen lesen Sie unseren Datenschutz

Inflation und Niedrigzins: Deutsche Sparer verlieren Milliarden im ersten Quartal

Deutsche Anleger haben im ersten Quartal rund 7 Milliarden Euro verloren. Warum? Die Investitionen in schlecht verzinste Anlagen brachten von Januar bis März 2018 nur 0,2 Prozent Rendite. Die Inflation betrug 1,5 Prozent. Macht einen Realzins von minus 1,3 Prozent. Das zeigt der Realzins-Radar der Direktbank Comdirect. Quelle: Comdirect Bank

7,1 Milliarden Euro haben deutsche Sparer in den ersten drei Monaten des Jahres bereits verloren – aufgrund schlecht verzinster Anlagen. Die durchschnittlichen Zinsen für Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen betrugen im ersten Quartal 0,2 Prozent. Gleichzeitig lag die Inflationsrate in den ersten drei Monaten des Jahres bei 1,5 Prozent. Das führt zu einem Realzins von minus 1,3 Prozent.

Zu dieser Aussage gelangt der Realzins-Radar von Comdirect und Barkow Consulting. Demnach hat jeder Bundesbürger von Januar bis März bereits 86 Euro verloren. Auf das Jahr hochgerechnet bedeute das einen Verlust in Höhe von 28,4 Milliarden Euro.

„Die Deutschen gehören zu den eifrigsten Sparern weltweit, und trotzdem verlieren sie Jahr für Jahr viele Milliarden Euro – das ist paradox“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der Direktbank. Seit 2010 habe jeder Deutsche 999 Euro durch Sparzinsen unterhalb der Inflationsrate verloren.

Das Volumen in festverzinsliche Geldeinlagen sei dennoch weiter gestiegen, auf aktuell rund 2,2 Billionen Euro. In den vergangenen zwölf Monaten seien 79 Milliarden Euro in Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen geflossen. Das entspräche einem Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: pfefferminzia.de

Immer mehr Sparer sehen ungehobenes Potenzial bei ihrer Geldanlage

Wegen des Niedrigzinsumfelds

Das Niedrigzinsniveau hinterlässt bei Sparern hierzulande seine Spuren. Immer mehr Bundesbürger haben das Gefühl, nicht das Beste aus ihrem Geld zu machen. Das hat eine Studie der „Aktion Pro Aktie“ ergeben.

Das anhaltende Niedrigzinsniveau lässt die Bundesbürger zunehmen darüber sepkulieren, ob sie aus ihrem Vermögen genug herausholen. © Aktion pro Aktie

 

An einen Zinsanstieg in den kommenden zwölf Monaten glaubt hierzulande kaum einer. Nur 2 Prozent der Bundesbürger halten eine baldige Zinswende für wahrscheinlich. Dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben, erwarten dagegen 64 Prozent. Der Rest glaubt an das Ende der Niedrigzinsphase innerhalb einer Spanne von „in den nächsten zwei Jahren“ bis „mehr als fünf Jahre“.

Und das hat duchaus Folgen, wie die Studie „Aktienkultur in Deutschland“ zeigt. 2.000 Bundesbürger ab 18 Jahren hat das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag der „Aktion Pro Aktie“ befragt. Dahinter verbirgt sich eine Initiative der Direktbanken Comdirect, Consorsbank und ING Diba.

Welche Folgen zeichnen sich durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld ab? Nun, 46 Prozent der Befragten glauben, nicht das Beste aus ihrem Geld zu machen. Das ist ein Plus von 6 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2014. Gerade die jüngeren Umfrageteilnehmer zwischen 25 und 34 Jahren finden, sie könnten mehr aus ihrem Vermögen machen: 61 Prozent sehen hier noch Potenzial.

Das überrascht nicht, wenn man sich anschaut, wo das Geld der Sparer aktuell geparkt ist. Kurzfristige Anlagen wie Girokonto, Sparbücher und Tagesgeld nutzen laut der Studie 88 Prozent aller Befragten. Bausparverträge, Festgeld oder Anleihen besitzen 60 Prozent. Bei mehr als einem Drittel der Befragten fließt das Vermögen in eine private Rentenversicherung, Spitzenreiter ist hier die Riester-Rente vor der privaten Rentenversicherung und der betrieblichen Altersvorsorge.

Ebanfalls fast ein Drittel (30 Prozent) der Sparer hat sich Aktien zugelegt. Das ist ein Anstieg um 6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Aktienfonds nutzen 19 Prozent, Einzelaktien 12 Prozent und börsennotierte Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETFs) 5 Prozent.

Dass Investitionen in Aktien wenn überhaupt, dann nur zögerlich erfolgen, hat laut der Studie verschiedene Gründe. Zum einen hält knapp die Hälfte der Befragten Aktien für ein Spekulationsobjekt. Nur drei von zehn Deutschen betrachten Aktien als gute Geldanlage. 35 Prozent fürchten, mit einem Aktieninvestment Geld zu verlieren und 30 Prozent haben Angst, die falschen Aktien zu kaufen. Mehrfachnennungen waren dabei möglich.

 

Quelle: pfefferminzia.de

Niedrigzinsen machen die Deutschen etwas risikofreudiger

Foto: Gothaer Asset Management

Die Grafik zeigt: Die Sorge vor der Inflation treibt deutsche Sparer um.

 

Sparer hierzulande investieren weniger in konservative Anlageformen wie Sparbuch oder Tagegeld. Der Grund: Die Nullzinsen sorgen – notgedrungen – für etwas mehr Risikofreude. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Gothaer Asset Management.

Die eigene finanzielle Situation (55 Prozent) und die Dauer-Niedrigzinsen (45 Prozent) haben den größten Einfluss auf das Anlageverhalten deutscher Sparer. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschers Forsa im Auftrag der Gothaer Asset Management. Zum neunten Mal wurde die Studie bereits aufgelegt.

Quelle: Gothaer Asset Management

Danach wirken sich die Niedrigzinsen deutlich auf die Wahl der Anlageformen aus. Das Sparbuch liegt zwar auf der Beliebtheitsskala mit 39 Prozent noch immer an erster Stelle, vergangenes Jahr lag der Zustimmungswert aber noch bei 45 Prozent, 2015 waren es 51 Prozent. Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei Bausparverträgen: 2015 legten sich noch 35 Prozent der Deutschen einen solchen Vertrag zu. Inzwischen ist diese Zahl auf 28 Prozent geschrumpft. 

Die Risikobereitschaft der Bundesbürger nimmt – notgedrungen – also zu. 26 Prozent der Befragten wären prinzipiell bereit, für mehr Rendite auch ein höheres Risiko einzugehen (2017: 20 Prozent). Jeder fünfte kauft sich mittlerweile Fonds, im Vorjahr waren es 17 Prozent. Am ehesten greifen Sparer bei Aktien- (44 Prozent) und Mischfonds (43 Prozent) zu. Jeder vierte Bundesbürger investiert auch in Rentenfonds.

 

Quelle: Gothaer Asset Management

„Den Deutschen wird immer stärker bewusst, dass sie als Sparer mit am stärksten von der Niedrigzinspolitik betroffen sind und ihre Altersvorsorge gefährdet ist“, sagt Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management. „Vor dem Hintergrund der geringen Renditen oder inflationsbereinigt sogar negativen Zinsen suchen sie nach renditeträchtigeren Alternativen wie zum Beispiel Fonds.“

Welche Anlageformen versprechen höhere Renditen?

Auf Platz 1 nennen die Befragten Immobilien (28 Prozent), 26 Prozent investieren hier (Vorjahr: 30 Prozent). Auch Aktien und Fonds wurden als renditestark genannt (26 beziehungsweise 11 Prozent). 40 Prozent der Befragten konnten allerdings keine Rendite-Alternative benennen.

 

Quelle: Gothaer Asset Management

 

An Sorgen treibt die Inflation Sparer um. 63 Prozent der Befragten befürchten, dass es zu einem starken Preisanstieg und zu einer Entwertung ihrer Geldanlagen kommt (2017: 63 Prozent, 2015: 55 Prozent). Auch die Angst vor einem möglicherweise sinkenden Lebensstandard lastet auf den Befragten. Unter den 30- bis 44-Jährigen befürchten 57 Prozent, dass ihre Geldanlagen später nicht ausreichen. Bei den 45- bis 59-Jährigen sind es 60 Prozent.

 

Quelle: dasinvestment.com