Rund 62 Prozent aller Deutschen sind mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage unzufrieden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Banken (BdB). Damit ist der Frust im Vergleich zu 2016 weiter gestiegen. Damals zeigte sich nur jeder zweite Anleger von der erwirtschafteten Rendite enttäuscht. Die höhere Frustration haben sich Anleger allerdings oft selbst zuzuschreiben: Jeder Zweite hat der Umfrage zufolge im vergangenen Jahr gar kein Geld angelegt – und wenn, blieb das renditelose Sparbuch die bevorzugte “Parkstation”.

Die anhaltende Niedrigzinsphase trifft vor allem sicherheitsorientierte Sparer, die ihr Geld gern auf Sparkonten parken. Den niedrigen Zinsen zum Trotz hält die Mehrheit der Deutschen an ebendieser Anlagestrategie fest: 86 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, ein höheres Anlagerisiko für die Chance auf eine höhere Rendite einzugehen. Trotz anhaltender Niedrigzinsen hat diese Risikoscheu in den vergangenen Jahren nur wenig nachgelassen. Im Jahr 2015 lag sie mit 91 Prozent am höchsten.

Sparkonto bleibt beliebt

Das Anlageverhalten der Deutschen spiegelt sich in ihren bevorzugten Produkte wider. Laut der BdB-Umfrage war im Jahr 2018 das Sparkonto das beliebteste Produkt (39 Prozent), gefolgt von Fonds (34 Prozent) und Immobilien (26 Prozent). Die Mehrheit der Anleger würde auch dann ähnlich investieren, wenn sie deutlich mehr Geld zur Verfügung hätte. Das Kapital würde dann zu 47 Prozent in Fonds, zu 58 Prozent in Immobilien und zu 38 Prozent in Gold fließen. Das Sparkonto schafft es in diesem Fall auf Platz vier der Anleger-Wunschliste – auch wenn wegen der anhaltend niedrigen Zinsen wenig bis nichts dabei herauskommt. (fp)

Quelle: fondsprofessionell.de